Fenerbahce hat am 23. Spieltag der Trendyol Süper Lig zu Hause gegen Kasimpasa nur 1:1 gespielt und den Sieg trotz spätem Führungstreffer noch aus der Hand gegeben. Trainer Domenico Tedesco zeigte sich auf der Pressekonferenz enttäuscht, sprach aber auch Klartext über wiederkehrende Probleme in der Defensive. Besonders das Muster bei Gegentoren nach Flanken beschäftigt den Coach – ebenso wie die wachsende Liste verletzter Spieler.
Tedesco über das Gegentor: „Wir kassieren zu viele Gegentore nach Flanken“
Zum späten Ausgleich erklärte Domenico Tedesco zunächst die Entstehung der Szene: „Der Torwart stand sehr weit vorne und spielte einen diagonalen Ball, den wir nicht abwehren konnten. Das ist unser Problem.“ Der Trainer verwies dabei auf ähnliche Gegentore in mehreren Partien und nannte Spiele gegen Corendon Alanyaspor, Besiktas, Göztepe und RAMS Basaksehir als Beispiele.
Seine Diagnose blieb deutlich: „Heute haben wir nach einer Flanke ein Gegentor kassiert. Wir kassieren zu viele Gegentore nach Flanken. Wir sprechen darüber, analysieren es, aber auf dem Platz schaffen wir es nicht. Das ist sehr enttäuschend.“ Daraus leitete er eine klare Aufgabe ab: „Wir müssen alles tun, um Flanken zu verhindern.“ Zugleich betonte er, dass sein Team nicht bewusst tief stand: „Wir haben uns nicht zurückgezogen. Wenn man solche Flanken schlägt, zieht man sich automatisch in die Verteidigung zurück.“
Gezwungene Wechsel und Systemwechsel: Dreierkette ohne vorheriges Training
Tedesco erinnerte daran, dass die Personalsituation seine Wechselstrategie beeinflusste. „Zunächst wollten wir Anderson Talisca und Dorgeles Nene zusammen spielen lassen. Als wir in die zweite Halbzeit gingen, hatten wir keinen Innenverteidiger mehr. Deshalb haben wir uns so entschieden“, sagte er. Dadurch habe er Wechsel nicht so früh nutzen können, wie ursprünglich geplant.
Ursprünglich habe er Kerem Aktürkoglu für die zweite Halbzeit vorgesehen, entschied sich dann aber für Fred und Sidiki Cherif. „Wir hatten nur noch eine Auswechslung übrig, da wir in der ersten Halbzeit bereits zweimal wechseln mussten“, erklärte Tedesco. In der zweiten Halbzeit sei zudem das System umgestellt worden: „Dieses System hatten wir noch nie trainiert. Wir hatten noch nie mit einer Dreierkette gespielt, aber meine Spieler haben das gut umgesetzt.“
Verletzungslage: „Wir müssen während der Länderspielpause eine Lösung finden“
Auf die Frage nach den Ausfällen reagierte Tedesco offen. Milan Skriniar und Caglar Söyüncü hätten sich in den letzten beiden Spielen verletzt. „Diese Spieler werden eine Weile ausfallen. Auch Ederson und Talisca sind verletzt“, sagte der Trainer. Sein Appell: „Wir müssen unter den gegebenen Umständen das Beste aus der Situation machen. Wir müssen zusammenhalten. Wir müssen während der Länderspielpause eine Lösung finden.“
Die Dramaturgie der Schlussminuten sei schwer zu schlucken gewesen: „Wenn man in der 90.+5 Minute ein Tor schießt und in der 90.+11 Minute ein Gegentor kassiert, ist es normal, dass man enttäuscht ist.“ Er habe den Spielern jedoch klar vermittelt, „dass wir den Kopf nicht in den Sand stecken dürfen“. Tedesco betonte seine Rolle: „Als Lokomotive dieses Zuges werde ich diese Energie geben, und gemeinsam werden wir es schaffen.“
„Wäre es ein Sieg gewesen, wäre es der schönste Sieg der Saison gewesen“
Tedesco richtete auch eine Botschaft an die gelb-blaue Gemeinschaft: „Wir werden bis zum Ende weiterkämpfen.“ Er verwies auf den Umfang der Ausfälle: „Momentan haben wir vielleicht sechs, sieben Verletzte, aber das gehört zu unserem Job dazu. Wir müssen zusammenhalten.“ Nach der Länderspielpause stellte er Rückkehrer in Aussicht: „Nach der Länderspielpause werden Edson Alvarez und Milan Skriniar zurückkehren. Wir müssen mit den Spielern zusammenhalten, die wir haben.“
Gleichzeitig machte er deutlich, wie bitter das Remis ist: „Wir haben Druck gemacht und ein Tor erzielt, aber es ist sehr schade, dass wir dieses Spiel nicht gewinnen konnten. Ein Sieg wäre der schönste Sieg der Saison gewesen.“
Stürmer-Debatte? „Wir schießen in jedem Spiel Tore“
Auf die Frage nach einem Stürmer-Transfer antwortete Tedesco nüchtern: „Natürlich kann ich mit dieser Situation umgehen. Wir schießen in jedem Spiel Tore.“ Er verwies dabei auch auf Treffer gegen Trabzonspor und gegen Kocaeli sowie auf das Tor im aktuellen Spiel. Sein Fazit: „Ich glaube nicht, dass das das Problem ist.“
Er ordnete Kritik als Teil des Berufs ein: „Ich finde Kritik normal. Das ist so, wenn man nicht gewinnt.“ Entscheidend sei die Blickrichtung: „Man muss immer nach vorne schauen, nicht zurück. Wir haben keine Zeit, zurückzuschauen.“
Ederson fällt drei Wochen aus – Tedesco erklärt die Belastung
Zu den Ursachen der vielen Verletzungen sagte Tedesco: „Ich schreibe diese Situation den vielen Spielen zu. Seit meiner Ankunft haben wir 34 Spiele bestritten. Der Stress hängt auch mit den Reisen zusammen.“ Über Ederson erklärte er: „Ederson ist ausgerutscht und wird drei Wochen lang nicht bei uns sein können.“
Der Trainer nannte weitere Punkte für die kommenden Tage: „Mert steht nicht auf der Liste. Unter der Woche werden wir mit Tarik Cetin spielen. Talisca hat sich verletzt. Jayden Oosterwolde hatte nach einem Einwurf Probleme mit der Achillessehne.“ Seine Kernbotschaft blieb dabei klar: „Wichtig ist, dass wir nicht den Mut verlieren. Das ist unsere Aufgabe.“
Spieler enttäuscht: Ismail Yüksek und Fred sprechen Klartext
Auch Spieler von Fenerbahce äußerten sich nach dem 1:1 deutlich. Ismail Yüksek sagte: „Wir haben in den letzten zehn Minuten zwei unterschiedliche Gefühle erlebt. Es ist eine enttäuschende Situation.“ Besonders bitter sei der Punkteverlust: „In beiden Spielen haben wir vier Punkte an einen Gegner verloren, der mit zehn Mann spielte. Das ist eine Situation, die diesem Team nicht würdig ist. Wir sind traurig.“
Fred beschrieb seine Gefühlslage ähnlich: „Ich fühle mich schrecklich. Ich bin sehr schlecht, es ist sehr schwer.“ Gleichzeitig forderte er, aus dem Spiel zu lernen: „Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen. Dieses Spiel muss uns eine Lehre sein, damit wir die nächsten Spiele gewinnen und besser werden.“
Was jetzt zählt: Stabilität bei Flanken und Lösungen trotz Ausfällen
Das 1:1 gegen Kasimpasa legt für Fenerbahce mehrere Themen offen: die Anfälligkeit bei Flanken, die Folgen zahlreicher Verletzungen und die Notwendigkeit, späte Führungen über die Zeit zu bringen. Domenico Tedesco setzt auf Zusammenhalt und Arbeit in der Länderspielpause. Entscheidend wird sein, ob die Mannschaft die angesprochenen Muster auf dem Platz durchbricht – und aus der bitteren Schlussphase echte Stabilität gewinnt.



7 Kommentare
Wenn man nun schon zum 8. Mal Unentschieden spielt in der laufenden Süperlig Saison, dann hat man sich meiner Ansicht nach 8. Mal total verkalkuliert.
Vor allem in den Spielen indem man in Führung gegangen ist und gedacht hat man könne mit absolutem Minimimalistenfussball die knappe Führung über die Zeit retten.
Bei der wackeligen FB Abwehr die bei jedem hohen Ball massive Probleme bei der Zuordnung und der Abwehr hat kann man keine knappe Führung über die Zeit retten und ein 1:0 ist alles andere als eine sichere Führung.
Man muss immer damit rechnen, daß wir mindestens ein Gegentor kassieren und das gestrige Spiel ist nach meiner persönlichen Lesart nach 90 Minuten 0:0 ausgegangen, wir haben den Treffer erst in der Verlängerung, sprich der 6. Minute der Nachspielzeit erzielt.
Da ist dann die Frage erlaubt was man die 95 Minuten zuvor getan hat oder etwa nicht? Wir liegen ja nicht nur punktetechnisch hinter der Konkurrenz zurück, sondern müssen auch was fürs Torverhältnis tun, wir haben gestern nichts von beiden getan.
Und dann wundert man sich warum wir in der Tabelle immer noch hinten liegen, das ist ja eine totale Irreführung der eigenen Anhängerschaft, das ist ja absolute Fanverarsche.
Um eine reele Chance auf die türkische Meisterschaft zu haben müssen wir in den restlichen 11 Spielen mehr tun als die Konkurrenz, da wir wie gesagt sowohl punktetechnisch als auch von der Tordifferenz hinten liegen, wenn GS sein Spiel 2:0 gewinnt, dann müssen wir unser Spiel 3 oder 4:0 gewinnen damit wir irgendwann mal gleich oder besser noch vorbeiziehen können.
Aber das tun wir nicht, wir spielen in den meisten Spielen in der ersten Halbzeit nur absoluten Müll, das ist der reinste Leerlauf, ich würde es sogar als Zeitschinderei bezeichnen, da hier absolut gar nichts passiert.
Ich meine 8 Unentschieden in der Liga bestätigen diese These, damit wirst du am Ende der Saison nur der Unentschieden König der Süperlig aber niemals türkischer Fussballmeister da geb ich euch allen Brief und Siegel drauf…
Sir Okan ist mit seinen 50 Jahren fitter und schneller als der 60 jährige Kante.
am ende des tages war das eigentlich eine lehrstunde in „wie verschenke ich 2 punkte für anfänger“. spielen 90min auf ein tor, gegner tot, rote karte auch, und du schaffst es trotzdem, dir in der nachspielzeit der nachspielzeit selbst ins knie zu schießen. helal olsun gerçekten, bunu da başardınız.
klar, man kann jetzt romantisch sagen „hätte der schiri einfach korrekt in der 98. abgepfiffen…“. ja, hätte hätte fahrradkette. wir wissen tr schiris komplett versager, mit fussball nix zu tun. wenn du ein spiel seriös zu ende spielst, gibt es gar keine 98., die dich interessiert. aber unsere jungs waren nach dem tor mental schon im bus richtung nach hause. konsantrasyon sıfır, ciddiyet sıfır, ceza sofort. große mannschaften müssen solche spiele abrasieren. es muss endlich jeder im club begreifen das wir ein großer club sind vom balljungen bis zum präsidenten. wir halten den gegner künstlich am leben wie auf intensivstation und wundern uns dann, dass er nochmal zuckt. denen musst du 4 5 tore reinbuttern und aus kadiköy wegknallen nur so wirst du meister und zeigst den anderen clubs das es nichts zu holen gibt.
aber drama machen bringt jetzt nix. mund abwischen, weitermachen. bu ders olsun an saran und tedesco: futbol affetmez. du kannst 89 minuten gut sein, wenn du 1 minute schläfst, schreibt der fußball die schlagzeile über dich. genau deswegen ist dieser sport gleichzeitig wunderschön und komplett nervig.
am ende des tages respekt an meine renktaş: wir verkriechen uns nicht wie kleine maulwürfe nach einer „gefühlten“ niederlage. fehler passiert, pech gehabt, aber wegrennen? keine chance.
Die Frage lautet eher warum gibt der Schiedsrichter 8 Min Nachspielzeit? Kommt das nicht eher in die Karten von Fener, damit die noch ein Tor schießen?
Wer gestern das Spiel gesehen hat, wusste ganz genau, dass der Schiedsrichter alles getan hat, damit Fener gewinnt. Aber selbst dann seid ihr nicht in der Lage zu siegen.
Das man nach dem gestrigen Spiel noch über den Schiedsrichter reden kann, ist brutal.
ich weiß echt nicht, ob das bei dir intelligenzprobleme sind, oder einfach die fähigkeit zum sinnerfassenden lesen fehlt, oder ob dein mund einfach ohne grund läuft. lies mal genau, was ich geschrieben hab, dann sparst du dir peinliche kommentare. jemand, der ohne osimen nicht mal konya biegen kann und 2 tore von konya kassiert, sollte besser schweigen. aber nein, du musst ja deine „analyse“ posten, wo warst du und deine analyse nach dem konyaspiel eigentlich? maulwurf? lächerlich. ich bin auch 100% sicher du hast das spiel nicht in voller länge gesehen, weil dann würdest du auch nicht so dumm fragen warum 8 min nachspielzeit, was mittlerweile sowieso gang und gebe in der süperlig ist. das problem nach 100 spielunterbrechungen ist nicht die 8min nachspielzeit, sondern warum nach der 8ten nachgespielten minute nicht abgepiffen wurde. eher wollte der schiri noch das 1:1 sehen, sonst hätte er einfach in 98′ korrekt abgepfiffen und beim 1:0 beendet, aber wem erkläre ich das.. widerspricht sich doch mit deiner aussage. wie gesagt, lies oben nochmal 10x durch, vl verstehst dus dann.. weil 1x durchlesen reicht bei dir nicht.
Jeder GS Fan hat geschrieben, dass wir absolut scheiße gegen Konya gespielt haben.
Da dran gibt es nichts zu rütteln.
Das Fener aber nicht in der Lage ist, die Situation auszunutzen, zeigt wie schlecht ihr einfach seid.
Der Schiedsrichter hat alles getan damit Fener gewinnt – jawoll ich habe das Spiel in voller Länge geschaut.
Das Foulspiel von Talisca, danach die Rote Karte. Normal würde es dort nicht mal zum Freistoss kommen, und dann redest du davon warum der Schiedsrichter nicht in der 98 Min das Spiel abpfeifft? Das die Spieler 3 Min gefeiert haben ist dir also kack egal, der Schiedsrichter soll in der 98min abpfeiffen?
Fußballverständlich ist bei dir einfach nicht vorhanden. Da muss man jemanden als Hund bezeichnen
rede nicht über „jeden gs fan“, rede über dich selbst. wo warst du war meine frage. weich nicht aus, maulwurfstyle. es ist wirklich unfassbar, was du hier versuchst abzuziehen. ich hab gar nicht über den schiri geredet, kapierst du das nicht? meine aussage war glasklar: große clubs gewinnen solche spiele ohne ausreden. abseits vom schiri. 98. minute? interessiert keinen. lies doch was oben steht und was ich geschrieben habe. warum unterstellst du weiterhin? lesen nein, verstehen nein, aber wieder geistigen müll auskippen. baust dein argumentationsgebäude auf treibsand, als hättest du ein diplom in scheisse labbern. jedes mal dasselbe: inkompetent, frustriert, komplett ahnungslos.
mal ernsthaft, wie überlebst du im echten leben? flext mit all inclusive urlaub und zwei euro lahmacun an arme leute verteilen, hier großen hero spielen, aber im kopf 12 jahre alt. wir haben komplett unterschiedliche welten: prinzipien, lebensweise, verstand, alles. und wenn du mit wörtern wie „hund“ um dich wirfst: bitte, ich überlese das einfach. du bist in deiner eigenen comedysendung gefangen, und wir müssen zusehen.