„Einfache Fehler“ als Wendepunkt im Playoff-Hinspiel
Juventus Turin verlor das erste Playoff-Spiel in der UEFA Champions League auswärts bei Galatasaray mit 2:5. Auf der Pressekonferenz nach dem Abpfiff machte „Juve“-Trainer Luciano Spalletti vor allem die Häufung unnötiger Fehler verantwortlich und betonte, dass solche Details ein Duell auf diesem Niveau kippen lassen: „Wir haben diese einfachen Fehler zu oft gemacht.“
Aus Sicht des italienischen Trainers verschärfte zudem der Platzverweis die Lage erheblich. „Die Rote Karte hat die Situation auch erschwert„, erklärte Spalletti und verwies darauf, dass sein Team danach zwar versuchte, die Partie zu stabilisieren, jedoch zunehmend die Kontrolle verlor.
Spalletti über die Gegentore: „Alle diese Tore waren unsere Schuld“
Auf den Hinweis, dass Juventus in einer Serie von 13 offiziellen Spielen ohne Sieg mehrfach vier Gegentore kassierte, reagierte Spalletti mit einer klaren Einordnung: „Alle diese Tore waren unsere Schuld.“ Entscheidend sei, dass man ein Spiel „managen“ müsse, um genau solche Phasen zu verhindern.
Spalletti erinnerte daran, dass die zuletzt angestoßenen Anpassungen der Entwicklung dienen sollten, aber im RAMS Park nicht griffen: „Die Verbesserungen, die wir vorgenommen haben, dienten der Qualität. Aber heute Abend waren wir nicht sehr erfolgreich. Wir haben das Spiel nicht gemanagt und unsere Qualität nicht gezeigt.“ Besonders schmerzlich sei für ihn, dass Juventus auch mental einen Rückschritt machte: „Wir sind in Bezug auf unseren Charakter einen Schritt zurückgetreten.“
Rote Karte und Disziplin: Spalletti kritisiert den Kontrollverlust
Zum Platzverweis äußerte sich Spalletti mit Blick auf die Verantwortung des betroffenen Spielers deutlich. Er sprach davon, dass der Spieler zwar reagiere und Verantwortung übernehmen wolle, sich aber nicht kontrollieren könne: „Zwischen den beiden Karten lag nur sehr wenig Zeit. Er hat seinen Preis sehr hoch bezahlt.“
Juventus habe nach der Roten Karte versucht, zumindest noch ein Tor zu erzielen, doch in der Folge „wurde die Situation schlimmer“. Spalletti richtete den Fokus bereits auf die Aufarbeitung: „Wir wollen eine Revanche dieser Tore bekommen. Daran müssen wir arbeiten.“
„Ich stehe am Anfang der Arbeit“: Spalletti bleibt trotz Negativserie ruhig
Trotz der jüngsten Ergebnisse sieht der 66-Jährige keinen Grund zur Panik. Er betonte, dass er „am Anfang der Arbeit“ stehe und sich bereits bei seinem Amtsantritt nicht habe verunsichern lassen. Für ihn gehe es nun darum, die wiederkehrenden Muster konsequent zu korrigieren: „Diese Situationen müssen korrigiert werden. Wir müssen auf bestimmten Erfahrungen aufbauen.“
Spalletti machte deutlich, dass es nicht um eine einzelne Partie gehe. In mehreren Spielen seien Fehler passiert, und auch Gegner hätten Wege gefunden, Juventus vor Probleme zu stellen. Seine Schlussfolgerung: Man müsse Vorkehrungen treffen und verhindern, „dass die Gegner über uns in der Abwehr so einfach überwinden und Tore schießen“.
Spallettis Bewertung von Kenan Yildiz
Zum türkischen Nationalspieler Kenan Yildiz fand Spalletti anerkennende Worte. „Kenan ist tatsächlich gut.“ Er sei verantwortungsbewusst, könne Last tragen und wichtige Aufgaben übernehmen. Spalletti beschrieb zugleich, dass Yildiz bewusst die Qualität der Gegenspieler ausnutzte, viel investierte und dann müde wurde – ein Detail, das für ihn die hohe Belastung in diesem Spiel unterstrich.


