Sinop bereitet sich auf Türkei gegen Schweiz vor: Neues Stadion vor wichtigem Länderspiel im Fokus
Sinop rüstet sich für ein besonderes Fußballereignis. Die Frauen-Fußballnationalmannschaft der Türkei wird ihr zweites Gruppenspiel in der Europa-Qualifikation zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2027 gegen die Schweiz in der Küstenstadt austragen. Gespielt wird am 18. April im Sinop Stadtstadion, wo derzeit mit Hochdruck an den letzten Vorbereitungen gearbeitet wird (GazeteFutbol berichtete).
Letzte Arbeiten vor dem Länderspiel gegen die Schweiz
Im Sinop Stadtstadion (türk.: „Sinop Sehir Stadyumu“) laufen aktuell mehrere Maßnahmen parallel, damit die Arena rechtzeitig für die internationale Begegnung bereit ist. Überarbeitet werden unter anderem die Beleuchtungssysteme, dazu kommen Lackierarbeiten, die Installation der Anzeigetafel sowie Renovierungen an den Sitzen. Das Ziel ist klar: Das Stadion soll in kurzer Zeit so aufgestellt werden, dass es den Anforderungen internationaler Spiele gerecht wird.
Die Verantwortlichen in der Stadt gehen davon aus, dass alle Arbeiten fristgerecht abgeschlossen werden. „Alle Vorbereitungen werden innerhalb der geplanten Zeit abgeschlossen„, lautet die zentrale Botschaft aus dem Umfeld der Organisation. Damit soll sichergestellt werden, dass die Türkei und die Schweiz in einer vollständig spielfertigen Arena aufeinandertreffen.

Das Spiel soll auch Sinop selbst nach vorn bringen
Die Partie wird in Sinop nicht nur als Sportereignis gesehen, sondern auch als Chance für die Stadt. Von dem Duell der Frauen-Nationalmannschaft gegen die Schweiz erhofft man sich zusätzliche Aufmerksamkeit, mehr Besucher und wirtschaftliche Bewegung vor Ort. Indirekt ist die Erwartung klar: Ein solches Länderspiel kann Sinop überregional sichtbarer machen und der Region einen spürbaren Impuls geben.
Gerade weil das Spiel in einem Stadion stattfindet, das kurz vor seiner endgültigen Fertigstellung steht, bekommt die Begegnung eine zusätzliche Symbolkraft. Der Fußball wird damit zum Schaufenster für ein Projekt, das weit über neunzig Minuten hinausstrahlen soll.
Neues Stadion mit Meerblick steht kurz vor der Fertigstellung
Das Sinop Stadtstadion zählt zu den auffälligeren Neubauten im türkischen Fußballumfeld. Mit einer Investitionssumme von 33 Millionen TL, was laut den vorliegenden Angaben rund 840.000 Euro entspricht, und einer Kapazität von 10.000 Zuschauern ist die Arena bereits zu 99 Prozent fertiggestellt. Dazu kommt ein besonderer Standortfaktor: das Stadion bietet Meerblick.
Mehmet Kalyon, Provinzdirektor für Jugend und Sport in Sinop, schilderte den langen Weg des Projekts gegenüber Anadolu Ajansi sehr offen: „Dieses Stadion wurde 2018 von unserem Ministerium ausgeschrieben. Da es am Ende des Prozesses nicht fertiggestellt wurde, kündigte das Ministerium den Vertrag mit dem Auftragnehmer. Wir haben die restlichen Arbeiten als Provinzdirektion für Jugend und Sport ausgeschrieben.“ Zudem erklärte er: „Die geotechnischen Arbeiten auf der Seeseite sind abgeschlossen. Wir sind gerade dabei, die fehlenden Arbeiten im Inneren zu vervollständigen.“
„Wir sind bereit, das Stadion nächste Woche zu präsentieren“
Besonders selbstbewusst fiel auch sein Blick auf die unmittelbare Zukunft aus. „Ich denke, wir sind bereit, dem Sinop-Fußball nächste Woche unser Stadion zu präsentieren, hoffentlich mit einer vorläufigen Abnahme.“ Gleichzeitig betonte Kalyon die sportliche Qualität der Anlage: „Dies ist ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Zuschauern, in dem Spiele der Süper Lig ausgetragen werden können. Unser Stadion ist auch sehr schön.“
Mit dieser Einschätzung wird deutlich, welchen Anspruch das Projekt verfolgt. Das Stadion ist nicht nur für regionale Zwecke gedacht, sondern soll infrastrukturell so aufgestellt sein, dass auch größere Spiele dort stattfinden können. Dass nun ausgerechnet ein Länderspiel der Frauen-Nationalmannschaft eine der ersten großen Bühnen dieses Projekts bildet, verleiht der Anlage zusätzlich Gewicht.
Tartanbahn schon seit Monaten für die Bürger geöffnet
Neben dem Fußball wurde auch die Nutzung im Alltag hervorgehoben. „Unsere Tartanbahn ist bereits seit sechs Monaten für unsere Mitmenschen geöffnet. Sie ist von 6:00 Uhr morgens bis 22:00 Uhr abends geöffnet.“ Kalyon ergänzte sogar: „Außer bei Spielen und Trainingseinheiten steht die Tartanbahn unseren Bürgern immer zur Verfügung.“
Damit wird das Stadion nicht nur als Spielstätte, sondern als öffentlicher Sportkomplex verstanden. Die Arena soll also nicht allein für Großereignisse stehen, sondern auch im Alltag eine Funktion für die Bevölkerung erfüllen. Diese doppelte Rolle macht das Projekt für die Stadt besonders wertvoll.
Auch in Aydin wird ein neues Stadionprojekt vorangetrieben
Parallel zu den Arbeiten in Sinop wurde auch aus Aydin über ein neues Stadionvorhaben berichtet. Dort wurde ein Protokoll für den Bau eines Süper-Lig-Stadions mit 6.000 Plätzen anstelle des abgerissenen Adnan-Menderes-Stadions unterzeichnet. Geplant ist ein moderner Sportkomplex, der nicht nur dem Fußball dienen, sondern auch zahlreichen Amateursportarten Raum geben soll.
Im Mittelpunkt steht dabei die Hoffnung, jungen Menschen bessere Möglichkeiten für sportliche Aktivität zu geben und Aydin insgesamt als Sportstandort weiterzuentwickeln. Für den Moment aber richtet sich der Fokus klar auf Sinop, wo die letzten Vorbereitungen laufen und wo die Türkei gegen die Schweiz bald eine Bühne bekommen soll, die auch architektonisch ein Statement setzt.



Ein Kommentar
Ich finde es schon mal positiv, daß hier endlich auch mal ein GF Artikel zum türkischen Frauenfussball erscheint, da wünsche ich mir in Zukunft mehr davon Hr. Polat diese einseitige Berichterstattung zugunsten des Männerfussballs muss endlich aufhören.
Natürlich wünsche ich der türkischen Frauen Nationalmannschaft bei ihrem Spiel in Sinop gegen die Schweiz viel Erfolg, da werden sicherlich auch einige FB Spielerinnen dabei sein die übrigens die Tabelle der türkischen Süperlig souverän anführen.
Was mich beim Thema Stadion Neubau stört ist die Tatsache daß überall in der Türkei neue Spielstätten mit türkischen Steuermitteln vom Staat finanziert und gebaut werden aber für FB in der Hinsicht absolut nichts getan wird.
Warum ist das so Hr. Polat könnten sie darüber einen GF Artikel schreiben, warum wir als FB im Gegensatz zu allen anderen türkischen Süperlig Mannschaften kein neues Stadion bekommen obwohl wir der größte Steuerzahler in der gesamten Süperlig sind?
Sind sie mutig genug darüber einen offenen und sachlichen GF Artikel zu verfassen?