Real Madrid hat sich nach der 2:3-Niederlage gegen den Rivalen FC Barcelona im Finale des spanischen Supercups von Cheftrainer Xabi Alonso getrennt. Nur kurz nach der Entscheidung stellte der Klub den Nachfolger vor: Alvaro Arbeloa übernimmt als neuer Trainer. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam die Reaktion von Arda Güler, der sich mit einer emotionalen Botschaft an Alonso wandte.
Trennung nach dem Supercup-Finale: Der Schritt kam unmittelbar nach dem 2:3
Das Endspiel wurde in Saudi-Arabien ausgetragen und endete mit einem 3:2 für Barcelona. In der Spielchronologie fielen die Tore unter anderem durch Raphinha (Führung und späterer Siegtreffer), Vinicius Jr., Robert Lewandowski sowie Gonzalo Castro. Arda Güler kam in der 68. Minute für Federico Valverde in die Partie.
Arda Güler reagiert – und richtet eine klare Botschaft an Alonso
Nach der Entscheidung veröffentlichte Arda Güler eine Abschiedserklärung, die in Ton und Inhalt deutlich machte, wie prägend die Zeit unter Alonso für ihn war. In seiner Botschaft schrieb der Nationalspieler:
„Geehrter Xabi Alonso, danke, dass du mir vom ersten Tag an geglaubt und vertraut hast.
Jedes Gespräch, jedes Detail, jede Forderung hat dazu beigetragen, mein Spiel zu prägen und mich auf ein höheres Niveau zu bringen. Ich bin wirklich dankbar für alles, was Du zu meiner Reise beigetragen hast. Dein Glaube an mich hat mich zu einem besseren Spieler gemacht.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team viel Erfolg bei Ihrer nächsten Arbeit. Dein Einfluss wird mir immer erhalten bleiben.“
Wie Real Madrid die Entscheidung begründete
Der Verein erklärte, dass die Zusammenarbeit mit Xabi Alonso im gegenseitigen Einvernehmen beendet wurde. Gleichzeitig betonte Real Madrid die Bedeutung Alonsos als Klub-Legende und hob hervor, dass er die Werte des Vereins stets vertreten habe. Zudem bedankte sich der Klub bei Alonso und seinem Trainerteam für die geleistete Arbeit und wünschte ihnen Erfolg für die nächste Station.
Bilanz, Wettbewerbslage und Schlüsselspiele unter Alonso
Xabi Alonso hatte das Amt übernommen, nachdem Carlo Ancelotti den Verein zum Ende der Saison 2024/25 verlassen hatte. Sein erstes großes Turnier war die FIFA Klub-Weltmeisterschaft im Juni, in der Real Madrid im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain ausschied.
In La Liga steht nach 19 Spielen eine Bilanz von 14 Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche – insgesamt 45 Punkte und Platz zwei, vier Punkte hinter Spitzenreiter Barcelona. In der Liga kassierte Real die erste Niederlage am siebten Spieltag im Derby gegen Atletico Madrid mit 2:5.
In der UEFA Champions League holte Real aus sechs Spielen vier Siege bei zwei Niederlagen, steht bei zwölf Punkten und auf Platz sieben. Niederlagen gab es in diesem Abschnitt gegen den FC Liverpool und Manchester City.
Neustart mit Arbeloa: Real setzt auf eine Klub-Ikone
Mit der Ernennung von Alvaro Arbeloa setzt Real Madrid auf ein bekanntes Gesicht. Arbeloa war seit Juni 2025 Trainer von Real Castilla und arbeitet seit 2020 im Klub an seiner Trainerlaufbahn. Als Spieler absolvierte Arbeloa zwischen 2009 und 2016 insgesamt 238 Pflichtspiele für Real und gewann in dieser Zeit unter anderem zweimal die UEFA Champions League, zweimal den spanischen Pokal, La Liga, die FIFA Klub-Weltmeisterschaft, den UEFA-Supercup sowie den spanischen Supercup. Mit der spanischen Nationalmannschaft gewann er die WM 2010 sowie die EM 2008 und 2012.
Was bleibt: Abschied mit Wirkung – und ein offenes Kapitel für Arda Güler
Die Trennung nach dem Supercup-Finale markiert einen harten Schnitt – sportlich wie emotional. Gerade die Worte von Arda Güler zeigen, dass die Trainerära für einzelne Spieler mehr war als nur ein kurzer Abschnitt. Für Real Madrid beginnt nun die nächste Phase unter Alvaro Arbeloa – mit dem Anspruch, die Ergebnisse in Liga und Europa zu stabilisieren und den Umbruch auf dem Platz nahtlos fortzusetzen.


