Galatasaray-Präsident Dursun Özbek hat nach dem Supercup-Finale gegen Fenerbahce eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht. Darin entschuldigte er sich bei den Fans, bezog klar Position zu den Diskussionen rund um das Derby und machte zugleich deutlich, wie der Klub den Transferprozess fortsetzen will. Kernbotschaft: Özbek fordert den türkischen Fußballverband (TFF) zum Eingreifen auf – und kündigt an, dass die Transferarbeit „ununterbrochen“ weitergehe.
Entschuldigung für Regenjacken – „Das entstandene Bild entspricht nicht der Sensibilität“
Özbek sprach zunächst die Unzufriedenheit rund um die während des Spiels verteilten Regenjacken an. Er erklärte: „Das Ergebnis des Supercup-Finales gestern Abend hat uns alle zutiefst betrübt. Als Galatasaray-Vereinsgemeinde sind wir es nicht gewohnt, zu verlieren.“ Gleichzeitig entschuldigte er sich ausdrücklich: „Ich möchte mich aufrichtig für die Unzufriedenheit entschuldigen, die im Zusammenhang mit den Regenjacken entstanden ist.“ Das Bild entspreche nicht dem Anspruch des Klubs, die Verantwortung liege beim Verein, „und solche Probleme werden in Zukunft nicht mehr auftreten“.
Transfers: „Nicht gewöhnliche Verstärkungen, sondern Qualität, Weitblick, Planung“
Auch zur Kritik am Transferprozess nahm der Präsident Stellung. Özbek betonte, er respektiere die Einwände der Fans, bat jedoch um Vertrauen: „Wir arbeiten daran, unsere Ziele nicht mit gewöhnlichen Verstärkungen, sondern mit Qualität, Weitblick und der richtigen Planung zu erreichen.“ Seine Botschaft an die Anhänger: „Ich bitte unsere Fans, uns zu vertrauen und diesen Prozess gemeinsam und mit starker Solidarität zu vollenden.“
Zugleich kündigte er an, dass Galatasaray entschlossen sei, Transfers zu tätigen, die die Mannschaft weiter voranbringen und den Klub stärken. Die Arbeit laufe „ununterbrochen“ weiter.
Forderung an den TFF wegen Derby-Nachwirkungen und Social-Media-Posts
Der Präsident verurteilte Ereignisse rund um die Schweigeminute für Gökmen Özdenak sowie die Nachwirkungen nach Spielende. Özbek erklärte, er verurteile „die hässlichen Sprechchöre„, die während der Schweigeminute zu hören gewesen seien, ebenso wie „niveaulose Äußerungen„, die nach dem Spiel auf offiziellen Social-Media-Konten sowie von einigen Spielern geteilt worden seien. Seine zentrale Forderung: „Ich fordere den türkischen Fußballverband auf, in Bezug auf diese hässlichen Beiträge tätig zu werden.“
Özbek unterstrich dabei den gesellschaftlichen Stellenwert des Respekts: „Nicht nur unser Verein, sondern auch unser Land legt Wert auf Respekt vor dem Tod. In solchen Momenten müssen wir der Rivalität zwischen den Vereinen Ehre erweisen und können die begangene Respektlosigkeit nicht ignorieren.“
„Niemand muss sich Sorgen machen“ – Blick auf den Spielplan und die Ziele
Zum Abschluss ordnete Özbek die Niederlage als schmerzhaft, aber nicht richtungsweisend ein. Er beschrieb den Abend als Aufeinandertreffen unterschiedlicher Mentalitäten und erklärte, die Galatasaray-Gemeinschaft habe „aus jeder Enttäuschung die notwendigen Lehren gezogen“ und sei daraus „gestärkt und gewachsen“ hervorgegangen. Für die kommenden Wochen kündigte er Geschlossenheit an: „Vor uns liegt ein sehr wichtiger Spielplan für unsere Ziele, und jetzt ist es an der Zeit, zusammenzuhalten.“
Sein Versprechen an die Fans formulierte er unmissverständlich: „Niemand muss sich Sorgen machen; wie in den letzten drei Jahren werden wir die Fans von Galatasaray wieder glücklich machen.“


