Finaleinzug nach 4:1: Galatasaray drückt dem Halbfinale früh den Stempel auf
Galatasaray steht als erster Finalist des Turkcell Supercups fest. Im Halbfinale setzten sich die Istanbuler gegen Trabzonspor mit 4:1 durch – ein Spiel, das schon vor der Pause in eine klare Richtung kippte und nach dem Seitenwechsel mit Tempo und Präzision endgültig entschieden wurde.
Druckphase, erste Warnschüsse und ein Torwartduell zum Start
Die Anfangsminuten gehörten dem intensiven Abtasten – und den ersten klaren Abschlüssen. Nach einer Flanke von Leroy Sane kam Gabriel Sara (9.) früh per Kopf zum Abschluss, doch Andre Onana blieb wachsam. Auf der Gegenseite musste Ugurcan Cakir eingreifen, als Kazeem Olaigbe (10.) Tempo aufnahm und in eine gefährliche Abschlussposition kam. Beide Teams suchten konsequent den Weg in die Tiefe, ohne die Balance komplett aufzugeben.
Mit zunehmender Spieldauer öffneten sich die Räume über die Flügel. Ernest Muci (17.) und Roland Sallai (24.) sorgten mit ihren Aktionen für Unruhe, während Standardsituationen immer wieder als Türöffner dienten. Das Halbfinale war da längst in der Phase, in der ein einzelner Moment die Statik kippen kann.
Baris Alper trifft, Eren Elmali legt nach: Galatasaray stellt vor der Pause auf 2:0
Genau dieser Moment kam in der 38. Minute. Nach einer Hereingabe landete der Ball am zweiten Pfosten bei Baris Alper Yilmaz, der aus kurzer Distanz konsequent vollendete: 1:0 für Galatasaray. Das Tor gab den Gelb-Roten sichtbar Sicherheit – und es war erst der Anfang einer bärenstarken Schlussphase vor der Pause.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit folgte der nächste Nadelstich. Mauro Icardi band im Zentrum und leitete die Aktion weiter, Yunus Akgün setzte den Laufweg, und Eren Elmali schob nach einem energischen Vorstoß nach: 2:0. Mit dieser Doppelführung ging Galatasaray in die Kabine – und hatte das Halbfinale auf den eigenen Kurs gezogen.
Trabzonspor verkürzt, Galatasaray antwortet sofort: Yunus trifft zum 3:1
Nach dem Seitenwechsel blieb Trabzonspor nicht passiv. Eine Kopfballchance nach einem langen Ball streifte zunächst den Pfosten, dann fiel in der 55. Minute der Anschluss: Felipe Augusto traf zum 1:2 und brachte die Partie kurzzeitig zurück in die Spannung. Die Phase danach hatte Tempo, zweite Bälle und offene Räume – genau das, was ein Halbfinale kippen lassen kann.
Galatasaray reagierte jedoch mit der entscheidenden Qualität. In der 63. Minute hebelte Sane mit einem schönen Solo die gegnerische Abwehr aus, zog nach Innen in den Sechzehner und legte dann mit viel Übersicht quer auf den mitgelaufenen Akgün, der sich im richtigen Moment löste und im Strafraum nach Sanes mustergültiger Vorarbeit aus kurzer Entfernung nur noch einschieben musste: 3:1. Dieser Treffer nahm Trabzonspor den Rhythmus und stellte die Kontrolle wieder klar auf die Seite der Gelb-Roten.
Der Schlusspunkt sitzt: Icardi bleibt zentraler Fixpunkt
Mit dem Zwei-Tore-Polster spielte Galatasaray die Partie reifer, blieb aber weiter gefährlich. In der 81. Minute fiel die endgültige Entscheidung: Nach einem Angriff über links und einer präzisen Hereingabe von Ahmed Kutucu landete der Ball über Kazimcan Karatas, nach dessen Pass Mauro Icardi zum 4:1-Endstand einschob.
Nur wenig später zwang eine weitere Aktion Onana zu einer Parade, als erneut ein Abschluss aus kurzer Distanz kam. Am Ende blieb es beim klaren Resultat: Galatasaray gewinnt das Halbfinale mit 4:1 gegen Trabzonspor und steht als erstes Team im Finale. Im Endspiel treffen die „Löwen“ auf den Gewinner des zweiten Semifinales zwischen Fenerbahce und Samsunspor, das am Dienstag (6. Januar) ausgespielt wird.
Aufstellungen
Galatasaray: Cakir – Sallai, Sanchez (78. Lemina), Bardakci, Elmali (70. Karatas) – Gündogan (60. Torreira), Sara, Akgün (70. Ayhan), Sane, Yilmaz (78. Kutucu) – Icardi
Trabzonspor: Onana – Tufan, Saatci, Batagov, Pina (88. Canak) – Jabol-Folcarelli, Bouchouari, Zubkov (88. Malkocoglu), Muci, Olaigbe (76. Nwakaeme) – Augusto (90. Cakiroglu)
Tore: 1:0 Yilmaz (38.), 2:0 Elmali (45.+2), 2:1 Augusto (55.), 3:1 Akgün (63.), 4:0 Icardi (81.)
Gelbe Karten: Sara (Galatasaray) – Batagov, Saatci (Trabzonspor)



8 Kommentare
Ich habe mir das Spiel nicht angeschaut, das ganze System um den Supercup ist einfach nur total dämlich. Wer kam auf diese Idee mit dem Meister, Pokalfinalisten, FB und Samsunspor ein Duell um den Titel zu machen? Das ergibt vorne und hinten absolut keinen Sinn. Für mich war der Supercup immer das Duell Meister gegen Pokalsieger.
Ist der Meister auch der Pokalsieger, dann darf eben der Pokalfinalist antreten, alles andere ist einfach nur Mist und ein Versuch den Titel schmackhafter für andere zu machen. Wieso kriegen Samsun und FB hier eine Chance auf einen Titel, für den sie sich gar nicht qualifiziert haben?
Ich nehme immer mehr Abstand vom Fußball, schaue mir nur noch gelegentlich die Spiele von GS an. Mir macht der Fußball immer weniger Spaß, dabei geht es nicht mal um GS, sondern um den Fußball im allgemeinen. Gerade mit diesen neuen Regeln wird alles komplizierter und für den Fan unattraktiver. Wenn diese neue Abseitsregelung kommt was sich da die FIFA und Arsene Wenger ausgedacht haben, dann Prost Mahlzeit.
Die neue Abseitsregel wird mehr Tore bringen. Mehr Tore bedeutet mehr Action. Mehr Action bedeutet mehr Zuschauer (neue Generationen). Mehr Zuschauer bedeutet, mehr Money.
Man darf nicht vergessen, die neue Generation ist die Tiktok Generation. Sie können nicht mal mehr was lesen, was länger als 5 min. geht. Filme schauen ist auch nicht mehr möglich, ohne ständig am Handy zu hängen. 2 Stunden ruhig was schauen, geht nicht mehr.
Dann kommen die Influencer mit ihren neuen Hallenfussball regeln, wo alles auch zack zack geht.
Viele sind sich einig, Fussball wird in 10-20 Jahren anders verlaufen. Vielleicht gibt es von der Fifa ein anderes Format. Keine 90 min., nicht mehr so ein großer Platz, nicht mehr im freien… Und nebenbei läuft der aktuelle Fussball, wie gehabt.
uuuueeepppaaa bokan amatörliginde sov yapmaya devam ediyor und alle sind wieder glücklich und die beschissenen cl spiele vergessen.
wieviele jugendspieler kammen heute bei diesem nutzlosen cup zum einsatz, ja genau zerooooo.
ts hat 3 u21 eingewechselt.
Das wichtigste war, dass sie nach dem 2:0 oder 3:1, wie es bei 90% der Spiele war, nicht aufgehört haben nach vorne zu spielen. Trabzon soll froh sein, dass sie nur 4 bekommen haben.
Verdienter und lockerer Sieg. Trabzon soll froh sein, dass Baris heute wieder seinen komischen Tag hatte. Für mich war Schlagsané heute mega stark.
Akgün etwas schwach und Sallai etwas mehr schwach. Auch wenn es bei Sara schleppend voran geht, merkt man bei ihm eine leichte Kurve nach oben.
Ich weiß nicht wie ihr das seht, doch Paradogan hat extram abgebaut nach seiner Verletzung. Diese ständigen Drehungen gehen mir auch auf den Säckle…
Das Finale findet wohl am Samstag statt. Im Olympia Stadion. Ich hoffe auf Samsun, damit es ein friedliches Spiel bleibt…
Stimme deiner Analyse zu. Ich hoffe, dass es Fener wird, nur um diesen realitätsfernen Intelligenzbestien wieder zu beweisen, dass der Qualitätsunterschied zu groß geworden ist. Das letzte Derby war eine Glückssituation (Überbelastung und Verletzungssorgen), aus dem diese gelben Kanarienvögel nichts machen konnten.
Stimme dir da überhaupt nicht zu. Gündogan ist eine klasse für sich. Du erkennst seinen Mehrwert nicht. Diese Drehungen geben im viel mehr flexibilität und verschafft uns Zeit die Spieler in bessere Position zu bringen. Akgün nach seiner Verletzung fand ich ein starkes Spiel bis auf ein paar Stellungsfehler und Fehlpässe. Gutes Spiel von Sara. Sallai mit einer der besten… Versteh nicht was für ein Spiel du gesehen hast?? Sané der beste, Glasmacher sehr stark bis auf die letzten Minuten. Cakir stark gehalten.
Weiter so meine Löwen
Löwenblut: Naja, nicht wen Kol kommt… Dann könnte es eklig werden 😉 Und wenn sie kommen, dann ist es so. Wenn wir keinen schlechten Tag erwischen, sehe ich uns weit vorne. Dennoch habe ich keinen Lust auf diesen Theater vor, während und nach dem Spiel…
Cimbombom: Ich fand Paradogan vor seiner Verletzung viel stärker. Jetzt wirkt er etwas platt… Wobei er gerade in den ersten Spielen nach seiner Verletzung viel schlimmer war.
Akgün war jetzt nicht so sehr schwach, doch fand ihn in den letzten Spielen besser.
Und bei Glasmacher muss ich wiedersprechen. Defensiv schwach (Stellungsspiel), komische Pässe und sein Tempo… Und das ist schon länger so…
Bei Sallai gab es viele komische Bälle. Zudem finde ich ihn immer unkontrolliert in den Zweikämpfen. Der rockt alles um…
Bei Schlagsané sind wir uns einig 😉