Bei Fenerbahce verdichten sich vor dem Derby gegen Besiktas die Signale aus mehreren Richtungen. Präsident Sadettin Saran sendete eine deutliche Botschaft zu seiner Amtszeit und zur Ausrichtung des Klubs, während aus dem Vorstand bereits selbstbewusste Aussagen zum Wochenende kamen. Parallel richtet sich der Blick auf Milan Skriniar, dessen Einsatzlage trotz fortgeschrittener Behandlung weiter nicht endgültig geklärt ist.
Saran formuliert seinen Anspruch auf den Präsidentensitz
Beim Jubiläumsprogramm der Istanbuler Fenerbahceli-Vereinigung machte Sadettin Saran klar, mit welchem Selbstverständnis er sein Amt ausübt. „Das Wichtigste für uns ist Fenerbahce. Wir sind nicht für sehr kurze Zeit auf diesen Platz gekommen, wir sind gekommen, um etwas zu bewirken.“ Mit diesen Worten stellte er klar, dass seine Präsidentschaft nicht als Übergangsphase gedacht ist, sondern als aktiver Gestaltungsanspruch verstanden werden soll.
Bereits zuvor hatte Saran angekündigt, dass zum Saisonende ein außerordentlicher Beschluss der Generalversammlung gefasst werden soll. Seine nunige Wortmeldung verlieh diesem Kurs zusätzliche Schärfe. Für ihn steht nicht die bloße Verwaltung des Klubs im Vordergrund, sondern die Absicht, Strukturen zu verändern und nachhaltige Wirkung zu hinterlassen.
Auch bei den Vereinen zieht Saran eine harte Linie
Neben seiner Aussage zur Präsidentschaft äußerte sich Saran auch zu einem internen Thema, das im Umfeld des Klubs offenbar bereits diskutiert worden war. „Wir haben einige Vereine geschlossen, weil sie nur den Namen Fenerbahce verwendet und sich für eigene Interessen eingesetzt haben.“ Diese Aussage zeigt, dass die Führung des Klubs nicht nur nach außen, sondern auch innerhalb des eigenen Netzwerks konsequent auftreten will.
Damit setzt Fenerbahce intern ein Signal der Ordnung und Kontrolle. Indirekt macht der Präsident deutlich, dass der Name des Klubs nicht für Einzelinteressen genutzt werden soll, wenn diese nicht mit dem Gesamtinteresse von Fenerbahce übereinstimmen.
Vor dem Derby kündigt der Vorstand bereits einen Sieg an
Vor dem Spiel gegen Besiktas zeigte sich auch Vorstandsmitglied Ertan Torunogullari ausgesprochen selbstbewusst. Im Vorfeld der 72. AXA-Sportler-des-Jahres-Preisverleihung sagte er: „Die Spiele zwischen Fenerbahce und Besiktas sind sehr unterhaltsam und bringen viele Ereignisse. Ich glaube, dass es ein Spiel wird, das die Fußballfans mit Freude verfolgen werden, aber am Ende werden wir gewinnen.“
Diese Aussage ließ wenig Raum für Zurückhaltung. Torunogullari hob hervor, dass fast alle Nationalspieler zurückgekehrt seien und die Mannschaft personell wieder breiter aufgestellt wirke. Gleichzeitig stellte er klar, dass er am Ende trotz aller Derby-Unwägbarkeiten von einem Heimsieg ausgeht.
Skriniar macht Fortschritte – ganz sicher ist sein Einsatz aber noch nicht
Ein wichtiges Thema im Vorfeld bleibt der Zustand von Milan Skriniar. Einerseits klangen die Aussagen aus dem Klub zuletzt optimistisch. „Skriniar ist vollständig genesen. Er hat begonnen, wieder mit dem Team zu arbeiten.“ Dazu hieß es weiter: „Außer Alvarez trainieren alle unsere Spieler wieder mit der Mannschaft. Bei Alvarez rechnen unsere Ärzte mit etwa zwei Wochen.“
Gleichzeitig bleibt ein Restzweifel bestehen. Denn trotz abgeschlossener Behandlung soll Skriniar nach anderen Einschätzungen noch nicht vollständig in den regulären Mannschaftsablauf integriert gewesen sein. Genau deshalb gilt sein Einsatz im Derby weiterhin als nicht restlos gesichert. Für Trainer Domenico Tedesco ist diese Personalie von besonderer Bedeutung, weil der Slowake mit seiner Erfahrung und Präsenz eine zentrale Rolle einnimmt.
Die Zahlen von Skriniar unterstreichen seine Bedeutung
Dass bei Fenerbahce so genau auf Skriniar geblickt wird, hat auch mit seiner bisherigen Saison zu tun. Der Abwehrspieler absolvierte 35 Spiele, erzielte dabei zwei Tore und bereitete einen Treffer vor. Sein Marktwert wird mit elf Millionen Euro angegeben, sein Vertrag läuft bis 2029.
Diese Werte zeigen, dass es nicht um irgendeinen Spieler geht, sondern um einen Fixpunkt im Kader. Entsprechend aufmerksam wird beobachtet, ob er gegen Besiktas einsatzbereit ist oder ob Fenerbahce in einem Schlüsselspiel improvisieren muss.
Auch Taner Sönmezer blickt mit Stolz auf die Nationalmannschaft
Neben dem Derby sprach auch Taner Sönmezer über die Wirkung des jüngsten Erfolgs der Nationalmannschaft. „Die Nationalmannschaft hat uns alle sehr stolz gemacht und nach 24 Jahren waren wir sehr glücklich.“ Besonders hob er hervor, dass aus Sicht des Klubs auch das entscheidende Tor eines eigenen Spielers ein Moment großer Freude gewesen sei.
Seine Erwartungen an die Zukunft fielen ebenfalls ambitioniert aus. „Ich denke, wir können uns bei der Weltmeisterschaft mit dieser Gruppe sehr erfolgreich sein. Unsere Hoffnung ist es, das Finale zu bestreiten, wie unser Präsident des Verbandes sagte. Unsere Spieler haben dieses Potenzial.“ Damit verband Sönmezer nationalen Stolz mit einer mutigen Vision für das kommende Turnier.
Vor dem Wochenende herrscht bei Fenerbahce Selbstvertrauen auf mehreren Ebenen
So ergibt sich bei Fenerbahce ein Gesamtbild aus Machtanspruch, sportischem Selbstbewusstsein und personeller Spannung. Sadettin Saran positioniert sich klar in seiner Rolle als Präsident, Ertan Torunogullari kündigt öffentlich einen Derbysieg an, und bei Milan Skriniar hofft der Klub auf rechtzeitige Klarheit. Dazu kommen die emotionalen Aussagen aus dem Vorstand zur Nationalmannschaft, die dem Umfeld zusätzlich Rückenwind geben.
Vor dem Duell mit Besiktas ist damit vieles in Bewegung. Sicher ist nur: Die Töne bei Fenerbahce sind eindeutig – intern wie öffentlich. Und genau deshalb bekommt dieses Wochenende für den Klub eine Bedeutung, die weit über ein gewöhnliches Ligaspiel hinausgeht.



Ein Kommentar
Ich muss wieder einmal mit dem Kopf schütteln, wenn ich all diese Aussagen von den FB Funktionären lese, vieles davon entbehrt jeglicher Realität und Vernunft, die Aussage mit dem WM Finale bezüglich der türkischen NM schießt natürlich vollends den Vogel ab, wie kann man so eine irrationale Aussage tätigen?
Fangen wir mal mit Skriniar an…..
Wieso darf dieser Spieler zur slovakischen NM anreisen, wenn sein Heilungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, ist das in Anbetracht dessen, dass wir sein Gehalt bezahlen und wichtige Spiele wie das BJK Derby vor uns haben nicht ein wenig verantwortungslos?
Außerdem habe ich gelesen, dass FB in der Länderspielpause viele Tage Urlaub genehmigt hat, sowas geht ja gar nicht in die Tüte, Länderspielpause heißt für den Rest des FB Kaders nicht gleich Urlaub, schon gar nicht wenn das wichtige Derby gegen BJK vor der Türe stehen, die haben nämlich im Gegensatz zu uns voll durchtrainiert und keinen Urlaub gemacht.
Wer ständig zuviel Urlaub macht der kann sich natürlich auch nicht einspielen, das ist ja auch ein wesentlicher Grund warum Pässe von sehr vielen FB Spielern über 2 Metern nicht beim Teamkollegen ankommen, weil jeder soviel Urlaub macht statt zu trainieren, für den Rest der Saison sollte jeglicher scheiss Urlaub ausnahmslos getrichen werden, sowas regt mich ja tierisch auf anasini satayim….
Achso Saran….
Die Unruhe wg. irgendwelchen vorgezogenen Neuwahlen hat er selbst angezettelt, da braucht er mir deshalb auch keinen Scheiss erzählen. Natürlich bin ich auch dagegen jedes Jahr eine Wahl abzuhalten, aber falls er diese Saison nicht die Meisterschaft holen sollte, dann muss es am Saisonende Neuwahlen geben, da kann er sich zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr rausmogeln, seine potentiellen Nachfolger könnten übrigens den Job des FB Präsidenten auch nicht schlechter als er machen.
Torunogullari….
Halt deine beschissene Fresse amk….du hast nach dieser katastrophalen Wintertransfersaison absolut nichts mehr zu melden…..