Lookman und Sörloth als nächste Schlagzeilen: Gespräche in Italien und nach der Supercup
Bei den Gelb-Blauen stehen zwei Offensivnamen ganz oben auf der Agenda. Nach Informationen von beIN SPORTS ist Ertan Torunogullari, zuständig für den Fußballbereich bei Fenerbahce, nach Italien gereist, um den Transfer von Ademola Lookman vorzubereiten. Torunogullari führt demnach Gespräche mit den Verantwortlichen von Atalanta Bergamo, um die Rahmenbedingungen auszuloten und den Deal in die Spur zu bringen. Damit unterstreicht der Klub, dass er im Winterfenster nicht nur reagieren, sondern gezielt nach oben angreifen will.
Parallel bleibt Alexander Sörloth ein weiteres Ziel. Nach dem Halbfinale der Supercup gegen Samsunspor plant Fenerbahce laut beIN SPORTS Gespräche mit Atletico Madrid, um einen möglichen Wechsel des Stürmers zu verhandeln. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Erst der sportliche Fokus auf das Pokalspiel, dann die Transfergespräche mit dem spanischen Klub. In der Gesamtschau wirkt es wie eine Doppelstrategie, die den Kader kurzfristig auf ein neues Niveau heben soll.
Rekord-Szenario in der Kasse: 17,3 Milliarden TL als Zielmarke
Neben den Transferplänen rückt die finanzielle Seite in den Vordergrund. Sözcü berichtet, dass Fenerbahce durch den Verkauf von Grundstücken in Atasehir und Kayisdagi sowie durch eine Kapitalerhöhung insgesamt 291,3 Millionen Euro beziehungsweise 14,7 Milliarden TL einnimmt. Hinzu kommen weitere Beträge, die den Weg zu einer neuen Größenordnung ebnen sollen. Die Zielrichtung ist klar: Schuldenabbau, strukturelle Entlastung und ein Schritt in Richtung finanzieller Unabhängigkeit.
Im Januar fließen laut Sözcü allein durch die genehmigte Kapitalerhöhung 3,8 Milliarden TL in die Kassen. Zudem sollen die ersten Raten aus den Grundstücksverkäufen noch vor Ende Januar eingehen, wodurch Fenerbahce finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von vier Milliarden TL bedienen und aus dem Bankenverband austreten kann. Nach dem Austritt steht dem Klub laut Sözcü auch die Nutzung von 2,6 Milliarden TL aus einer Hypothek offen. In Summe ergibt das ein Gesamtvolumen von 343 Millionen Euro beziehungsweise 17,3 Milliarden TL, das als historischer Einnahmenrekord im Raum steht.
KAP-Mitteilung zur Kapitalerhöhung: Kapital steigt auf 6,25 Milliarden Lira
Die Kapitalmaßnahme ist auch offiziell dokumentiert. Fenerbahce übermittelte die vom Kapitalmarktausschuss genehmigte Erklärung zur Kapitalerhöhung gegen Bareinlage an die Plattform für öffentliche Bekanntmachungen (KAP). In der Mitteilung heißt es, dass das Unternehmenskapital von 1,25 Milliarden Lira auf 6,25 Milliarden TL erhöht wird, also um 400 Prozent. Die neuen Bezugsrechte können dabei mit einem Nennwert von 1 TL je Aktie zu 2 TL ausgeübt werden.
Als erwartete Einnahmen nennt die KAP-Mitteilung zehn Milliarden TL. Nach Abzug der Emissionskosten in Höhe von 24.777.500 TL soll ein Kapital von 9.975.222.500 TL erzielt werden. Der Klub plant, mindestens 70 Prozent der Einnahmen für finanzielle Verbindlichkeiten zu verwenden, zusätzlich sind Mittel für Spielergehälter vorgesehen. Damit liefert die Mitteilung nicht nur eine Zahl, sondern einen klaren Kurs: Entlastung der Bilanz und zugleich Handlungsfähigkeit für die sportliche Seite.
Becao auf der Verkaufsliste: Florenz prüft Deal in der Serie A
Auch im Kader gibt es Bewegung nach außen. Rodrigo Becao, seit dem 8. Dezember aus dem Kader gestrichen, steht im Fokus des AC Florenz. Nach Informationen von Corriere dello Sport hat der italienische Klub eine Ablösesumme von rund fünf Millionen Euro als Richtwert festgelegt. Fenerbahce will einen maximalen Ertrag erzielen, zeigt sich aber angesichts der Kadersituation verhandlungsbereit, weil Becao sportlich zuletzt keine Rolle mehr spielt.
Im Raum steht dem Bericht zufolge auch eine Leihe, während beide Seiten gleichzeitig über eine dauerhafte Lösung sprechen. Beim Gehalt passt das Profil: Corriere dello Sport nennt eine Million Euro pro Jahr, in anderen Quellen kursiert eine Angabe von 1,8 Millionen Euro, was aus Sicht der Italiener finanzierbar bleibt. Becao kommt bei Fenerbahce auf 38 Spiele mit zwei Toren und einer Vorlage. Für den Klub ist der Fall ein Gradmesser: Transfererlös sichern, gleichzeitig die Kaderstruktur für die Rückrunde neu sortieren.
Saran spricht unter vier Augen: Fokus „alle Pokale“ bis Saisonende
Präsident Sadettin Saran setzt derweil interne Akzente. Nach seiner Ankündigung, am Ende der Saison eine außerordentliche Wahlversammlung abzuhalten (GazeteFutbol berichtete), folgte ein weiterer Schritt. TRT Spor berichtet, dass Saran mit einigen Spielern persönliche Gespräche führte und dabei die Linie für die kommenden Monate vorgab. Er kündigte an, bis zum Saisonende im Amt zu bleiben und den Fokus konsequent auf sportlichen Erfolg zu legen.
In seiner Erklärung machte Saran seine Motivation deutlich und verband sie mit den Projekten und Zielen der neuen Führung. Er sagte: „Ich werde mein Amt als Präsident bis zum Ende der Saison weiterführen und dann unseren Verein zusammen mit unserem Vorstand zu einer außerordentlichen Generalversammlung führen.“ Zudem betonte er: „In diesem Prozess liegt mein ganzer Fokus darauf, die mir bis zum Saisonende übertragenen Aufgaben vollständig zu erfüllen.“ Die Botschaft an die Mannschaft ist eindeutig: Stabilität im Präsidium, klare Zielsetzung im Sport und ein Zeitfenster, in dem Transfers, Finanzen und Titelambitionen zusammengeführt werden sollen.
Warum diese Woche mehr als nur Transfer-Noise ist
Das Gesamtbild ist ungewöhnlich dicht: Lookman und Sörloth als potenzielle Top-Verstärkungen, parallel eine Kapitalmaßnahme in Milliardenhöhe und konkrete Bewegungen bei Abgängen wie Becao. Dazu kommt ein Präsident, der öffentlich den Rahmen bis Saisonende absteckt und intern die Mannschaft einschwört. Für Fenerbahce entscheidet sich in diesen Wochen, ob der Klub die sportliche Offensive und die finanzielle Neuordnung synchronisiert. Genau in dieser Kombination liegt die Sprengkraft: Wenn die Zahlen stimmen und die Deals passen, könnte der Winter die Statik der Saison nachhaltig verändern.



9 Kommentare
Hier sollten einige FB Fans GS aus dem Spiel lassen und ihre eigenen Probleme lösen.
FB hat kürzlich für dieselbe Position Musanba transferiert und nun auch Lookman.
Stattdessen sollte der Verein stärker auf Teambuilding setzen.
Saran wird sein Amt zum Saisonende aufgrund seines Drogenskonsums aufgeben. Ich finde es unverantwortlich, noch vorher die Grundstücke für einen Sörloth Transfer zu verkaufen.
Viel wichtiger als einzelne Spielertransfers ist meiner Meinung nach, dass die FB Mannschaft auf dem Platz bzw. die einzelnen Mannschaftsteile miteinander harmonieren und auch funktionieren, deshalb muss man das Ganze aus einer anderen, sprich größeren Perspektive aus betrachten.
Man muss nicht überall die „besten“ und teuersten Spieler transferieren, sondern diejenigen mit den die FB Mannschaft auf dem Platz, sprich die ganzen Mannschaftsteile miteinander am besten funktionieren.
Ich werde hier deshalb keinerlei Spielernamen kommentieren, sondern nur ob die FB Mannschaft auf dem Platz funktioniert, sprich sowohl in der Offensive wie auch Defensive, das ist meiner Ansicht nach sehr viel wichtiger als Lookman, Sörloth und Co.
Richtig so. Hoffentlich wird das Geld klug investiert und nicht komplett in einen einzigen Spieler verbrannt, nur damit man sich kurz wichtig fühlt.
Andere nichtsnutzige Vereine machen es ja vor: groß ankündigen, fett einkaufen, dann in der Champions League undichte reißen, sich abschlachten lassen und null Punkte für den türkischen Fußball einsammeln.
Wenn man international nur als Sparringspartner auftreten will, kann man sich diese peinlichen Auftritte auch gleich sparen, alles andere wäre einfach nur beschämend.
Als Febeli braucht man sich über die Champions League keine Gedanken machen.
GS Lied für Icardi => FB Lied für Dzeko
GS Osimhen Box => FB Lewandowski Box
GS verkauft Grundstück => FB verkauft Grundstück
Fenerbahçe macht alles dem Rekordmeister nach.
Junge, schreibst du hier mit dir selbst oder hast du Halluzinationen?
Die FBli haben sich über den Europapokalsieger lustig gemacht. Jetzt verkaufen sie selber Grundstücke, um Sörloth zu kaufen.
Der Kommentarbereich wurde in den letzten Tagen zu einem Kindergarten. Gut, dass gazetefutbol.de aufgeräumt und die Störenfriede beseitigt hat. Bye bye Viktoria.