Ein Vorschlag, der den Markt verändern könnte
Fatih Terim hat einen ungewöhnlichen Vorschlag für den türkischen Fußball formuliert, der vor allem den Transfermarkt der großen Klubs betreffen würde. In einem Telefonat mit Lider Haber sprach der frühere Nationaltrainer der Türkei darüber, wie Wechsel innerhalb eines klar definierten Kreises einfacher werden könnten und welche Effekte er sich davon verspricht. Terim verbindet den Gedanken mit der Hoffnung auf mehr Rationalität bei Entscheidungen – sportlich, finanziell und organisatorisch.
Im Kern geht es um eine Transfer-Zirkulation zwischen den „vier Großen“ in der Türkei. Terim deutete an, dass genau diese Praxis dem Wettbewerb und den Vereinen helfen könnte, weil Schwächen schneller erkannt und Ressourcen effizienter genutzt würden. Er sieht darin nicht nur einen sportlichen Vorteil, sondern auch einen Hebel für Struktur und Planung.
„In mir ist immer Großbritannien“: Terims Blick auf eine internationale Normalität
Terim erklärte, dass ihn das Modell aus dem Ausland seit Jahren beschäftigt: „In mir ist immer der Gedanke an Großbritannien.“ Direkt daran knüpfte er seine Erwartung, dass eine Transferbewegung unter den großen Klubs mehrere Ebenen verbessern könnte: „Diese vier großen Klubs werden untereinander Transfers tätigen und ihre Schwächen erkennen, es wird noch viele andere Dinge geben.“ In seiner Logik entsteht daraus eine Art interner Markt, der Prozesse beschleunigt und Risiken reduziert.
Terim führte aus, dass Vereine dadurch „sowohl wirtschaftlich als auch administrativ und technisch große Vorteile“ hätten. Der Punkt ist eindeutig: Wenn ein Spieler ohnehin nicht eingesetzt wird, sieht er keinen Grund, ihn künstlich zu blockieren. Stattdessen soll der Spieler dorthin gehen, wo er gebraucht wird – und damit Leistung statt Stillstand erzeugen.
Warum Terim auf Bewegung statt Blockade setzt
In seinen Aussagen wurde Terim besonders konkret, als es um die typische Transferpsychologie ging. Er beschreibt, dass in der Türkei oft die Sorge dominiert, ein nicht eingesetzter Spieler könnte anderswo plötzlich explodieren – und genau diese Angst bremse sinnvolle Entscheidungen. Terim stellte diesem Reflex ein Prinzip entgegen, das er für konsequent hält: Wenn du einen Spieler nicht spielen lässt, gib ihm den Weg frei.
Terim untermauerte das mit einem persönlichen Grundsatz: „Ich habe mein ganzes Leben lang jeden Spieler ziehen lassen, der gehen wollte. Ich habe ihn nie davon abgehalten, zu gehen.“ Er verbindet diese Haltung mit einem klaren Leistungsargument: „Warum behältst du einen Spieler, den du nicht einsetzt? Sollen sie woanders spielen. Egal, was man selbst spielst!“ Für Terim ist das keine romantische Idee, sondern eine praktische Lösung, die Kaderlogik und Marktlogik zusammenführt.
Beispiele aus Europa: Transfers zwischen Rivalen als Normalfall
Terim verwies auf bekannte Abläufe im Spitzenfußball, in denen Rivalen untereinander Geschäfte machen. Er nannte mehrere Konstellationen, um zu zeigen, dass Transfers zwischen direkten Konkurrenten international nicht als Tabu gelten, sondern als Bestandteil professioneller Kadersteuerung. Sein Ziel: In der Türkei soll eine ähnliche „Verständigung“ entstehen, die den Fokus wieder stärker auf Nutzen und Passung legt.
Zum Abschluss formulierte Terim einen Wunsch, der den Kern seiner Botschaft trifft: „Ich habe so ein Fenster geöffnet und eine Option aufgezeigt. Ich hoffe, dass es in der Türkei zu einer solchen Verständigung kommt.“ Damit setzt er einen Impuls, der über einzelne Transfers hinausgeht – hin zu einer Debatte über Mut, Bewegung und moderne Kaderpolitik.



Ein Kommentar
vat ken ay du samtayms
Die Fresse halten kannst zum Beispiel Fatih.
Du Wixer hast Millitrainern den Einsatz von Spielern anderer Vereine verhindert damit die nicht im Marktwert steigen.