Tekke vor dem Halbfinale: „Unser Ziel ist es, zu gewinnen“
Vor dem Halbfinale des Turkcell Supercup im Gaziantep-Stadion fand eine gemeinsame Pressekonferenz mit Trainern und Kapitänen von Galatasaray und Trabzonspor statt. Fatih Tekke, Trainer von Trabzonspor, machte dabei deutlich, dass seine Mannschaft trotz schwieriger Rahmenbedingungen den Anspruch nicht senkt. „Gegen wen wir auch immer spielen, unser Ziel ist es, als Trabzonspor zu gewinnen“, sagte Tekke.
Gleichzeitig verwies der Coach auf die Personalsituation. „Unsere Situation ist etwas anders. Wir haben viele Verletzungen, wir haben viele Defizite, die Situation unserer drei Spieler ist nicht klar“, erklärte Tekke. Er sprach zudem den Wunsch an, dass beide Teams das K.-o.-Spiel ohne neue Ausfälle überstehen: „Lassen Sie sein verletzungsfreier Unfall ein Spiel für beide Teams sein.“
Vorbereitung unter Zeitdruck: „Wir konnten nicht als Team campen“
Tekke erklärte, dass die üblichen Abläufe vor einem so bedeutenden Spiel nicht möglich waren. „Wir konnten nicht als Team campen“, sagte er und schilderte eine Vorbereitung, die von knapper Zeit und Belastungssteuerung geprägt war. Nach einer kurzen Pause habe man das „am besten geeignete körperliche Training“ durchgeführt und sich gezielt auf den Gegner eingestellt.
Auch taktisch deutete Tekke Anpassungen an. „Wir haben uns auf unseren Gegner vorbereitet, wir werden diesbezüglich einige Differenzen haben. Mal sehen, wie“, erklärte er. Für Trabzonspor wird entscheidend sein, wie schnell die Mannschaft trotz Rotation und Ausfällen in den Wettkampfmodus findet.
Kader und Transferphase: „Wir haben Schwierigkeiten mit der Kaderstrukturierung“
Auf Fragen zu Transferstudien und Planung ging Tekke ebenfalls ein und verband das Thema direkt mit den aktuellen Problemen im Aufgebot. „Wir haben Schwierigkeiten bei der Kaderstrukturierung, wir haben viele Verletzungen“, sagte er. Dabei verwies Tekke darauf, dass die Bedingungen, unter denen ein Team zu Saisonbeginn aufgebaut wird, sich im Verlauf verändern können.
Tekke beschrieb außerdem die Realität des Marktes in der Phase zwischen den Transferfenstern: „Einen guten Spieler zu bekommen ist nicht einfach, manchmal mag uns der Spieler, den wir wollen, nicht, will es nicht. Besonders in der Zeit zwischen den Rennstrecken seien diese Situationen schwieriger.“ Für Trabzonspor bedeutet das: kurzfristige Lösungen sind kompliziert, und der Fokus liegt im Halbfinale auf Mentalität und Kollektiv.
Nwakaeme setzt den Ton: Finale zuerst, dann der Pokal
Auch Anthony Nwakaeme, Kapitän von Trabzonspor, betonte auf der Pressekonferenz den klaren Auftrag. „Wir wollen das morgige Spiel gewinnen, als Erste das Finale erreichen, das Finale gewinnen und den Titel holen“, sagte er. Dabei machte er deutlich, dass die Ausfälle zwar schmerzen, aber nicht als Ausrede dienen sollen: „Uns fehlen Spieler, aber das Wichtigste ist das Trabzonspor-Trikot. Egal, wer morgen spielt, es ist notwendig, den entsprechenden Kampf zu führen.“
Nwakaeme kündigte an, dass das Team geschlossen auftreten müsse, um in einem „schwierigen Spiel“ die erste Mannschaft im Endspiel zu sein. „Es wird kein einfaches Spiel, aber wir wollen als Team unser Bestes geben und morgen gewinnen“, sagte er.
Nach Verletzung zurück im Aufbau: „Wenn mein Trainer mir die Aufgabe gibt …“
Der Kapitän sprach außerdem über seinen eigenen Zustand nach einer Verletzungsphase und beschrieb die Schritte zurück. „Ich trainiere seit einiger Zeit mit dem Team und individuell“, erklärte Nwakaeme. Er hob die Unterstützung durch das Umfeld hervor: „Unser Personal und unser medizinisches Team haben mir sehr geholfen und mich unterstützt.“
Ob ein Einsatz von Beginn an möglich ist, ließ er offen, signalisierte aber Bereitschaft. „Natürlich bin ich noch nicht bereit, aber ich denke, ich werde mein Bestes geben, wenn mein Lehrer mir die Aufgabe gibt“, sagte Nwakaeme. Damit steht fest: Trabzonspor geht mit klarer Zielsetzung, aber auch mit spürbarem Personal- und Belastungsmanagement in das Halbfinale.


