Real Madrid schlägt Atletico Madrid und trifft im Finale auf den FC Barcelona
Real Madrid hat Atletico Madrid im Halbfinale des spanischen Supercups mit 2:1 besiegt und sich damit das Finale gegen den Erzrivalen FC Barcelona gesichert. Das Duell fand im Alinma Bank Stadium in Dschidda in Saudi-Arabien statt – sportlich ein Erfolg für die „Königlichen“, kommunikativ jedoch ein Spiel, das eine neue Debatte auslöste.
Arda Güler lange im Reserveklub – Einwechslung erst in Minute 81
Im Fokus stand erneut Arda Güler. Der Nationalspieler begann die Begegnung erneut auf der Bank und blieb bis kurz vor Schluss außen vor. Erst in der 81. Minute wurde er eingewechselt: Vinicius Junior ging vom Feld, Güler kam ins Spiel. Genau dieser Zeitpunkt und die Rollenverteilung sorgten anschließend für auffällige Reaktionen in den sozialen Medien.
Kritik an Xabi Alonso: „Er lässt ihn nicht mit der besten Ausbeute spielen“
Fans von Real Madrid reagierten mit deutlicher Kritik in Richtung Trainer Xabi Alonso. Der Tenor: Arda Güler verdiene keinen Platz auf der Reservebank, zudem werde er nicht so eingesetzt, dass seine Stärken maximal zur Geltung kommen. In den Kommentaren fiel auf, wie ähnlich die Argumentationslinien waren – sowohl bei spanischen als auch bei türkischen Fans.
„In diesem System fehlt Arda“ – Debatte über Rolle und Kreativität
Ein Kommentar fasste die Diskussion inhaltlich zugespitzt zusammen: „Ich verstehe nicht, warum Xabi Alonso bei diesem Spiel im Verein saß. Real Madrid spielte im Mittelfeld mit Jude Bellingham. In diesem System fehlt Arda. Er ist ein kreativer und verspielter Spieler. Dies war sehr klar und beschränkte sich auf einen Spieler, der spielte, um den Ball zu halten.“
Solche Aussagen zeigen, worum es den Kritikern geht: weniger um Minuten allein, sondern um die Frage, ob das aktuelle System den Profiltyp von Güler überhaupt abbildet – oder ob er in einer anderen Struktur deutlicher wirken würde.
„Die Zeit, eine Entscheidung über Gülers Karriere zu treffen, ist gekommen“
Ein weiterer häufig geteilter Gedanke zielte auf eine Grundsatzentscheidung ab. In einem Beitrag hieß es: „Xabi Alonso weigert sich hartnäckig, Arda Güler als Nummer 10 einzusetzen und nutzt dabei nicht seine wahren Fähigkeiten aus. Ich weiß es nicht, aber vielleicht ist es an der Zeit, eine Entscheidung über Ardas eigene Karriere zu treffen.“
Damit wird aus der Minuten-Frage eine Karriere-Frage: Wenn die Rolle dauerhaft klein bleibt, steigt der Druck, den nächsten Schritt zu planen – sei es intern über eine neue Verwendung oder extern über einen Wechsel zu einem Klub, der ihm eine zentrale kreative Funktion gibt.
Schärfster Vorwurf: Körpersprache als „Botschaft“
Besonders zugespitzt war ein Kommentar, der die Einwechslung als Signal interpretierte. Dort wurde behauptet, Arda Güler habe „seine Botschaft mit seiner Körpersprache“ vermittelt. Die Formulierung war drastisch: „Nachricht: ‚Ich möchte nicht mehr in dieser Mannschaft spielen.'“
Ob solche Deutungen belastbar sind, ist im Kern zweitrangig – entscheidend ist, dass sich die Erzählung verselbstständigt: Ein kurzer Einsatz wird nicht mehr nur sportlich, sondern als Hinweis auf eine mögliche Trennung gelesen. Genau das macht die Debatte nach dem Halbfinale so explosiv.


