Der Trainer

Der ehemalige Trabzonspor-Torwart Senol Günes (69) arbeitet seit 2019 als Trainer der türkischen Nationalmannschaft. In seiner ersten Amtszeit als Türkei-Coach zwischen 2000 und 2004 wurde Günes mit seiner Mannschaft 2002 WM-Dritter. Als Vereinstrainer holte der 69-Jährige mit Besiktas zwei Meistertitel. Mit Trabzonspor wurde Günes zudem je zweimal Pokalsieger und Superpokalsieger.

Der Kader im Überblick

Tor

Mert Günok (Medipol Basaksehir), Ugurcan Cakir (Trabzonspor), Altay Bayindir (Fenerbahce)

Abwehr

Zeki Celik (OSC Lille), Mert Müldür (US Sassuolo), Merih Demiral (Juventus Turin), Ozan Kabak (FC Liverpool), Caglar Söyüncü (Leicester City), Kaan Ayhan (US Sassuolo), Umut Meras (AC Le Havre), Ridvan Yilmaz (Besiktas)

Mittelfeld

Okay Yokuslu (RC Celta Vigo), Taylan Antalyali (Galatasaray), Dorukhan Toköz (Besiktas), Ozan Tufan (Fenerbahce), Orkun Kökcü (Feyenoord Rotterdam), Yusuf Yazici (OSC Lille), Irfan Can Kahveci (Fenerbahce), Hakan Calhanoglu (AC Mailand)

Angriff

Cengiz Ünder (Leicester City), Abdülkadir Ömür (Trabzonspor), Kerem Aktürkoglu (Galatasaray), Burak Yilmaz (OSC Lille), Enes Ünal (FC Getafe), Kenan Karaman (Fortuna Düsseldorf), Halil Dervisoglu (FC Brentford)

Biz bitti demeden bitmez!

#BizimÇocuklar #EM2008

EM-Rückblicke

1996 – Das Debüt

Die Türkei gab ihr EM-Debüt 1996 in England. Die Premiere verlief unter der Leitung von Fatih Terim jedoch nicht sonderlich erfolgreich. Nach drei Niederlagen gegen Kroatien (0:1), Portugal (0:1) und Dänemark (0:3) beendete die Türkei das Turnier nach der Vorrunde als Gruppenletzter punkt- und torlos und schied vorzeitig aus.

2000 – Im Aufschwung

Bei der EURO 2000 in Belgien und den Niederlanden stand Mustafa Denizli als Nationalcoach an der Seitenlinie und führte das Team bis in Viertelfinale. Okan Buruk gelang dabei gegen Italien das erste türkische EM-Tor, dennoch unterlag man am Ende mit 1:2. Im zweiten Gruppenspiel gab es ein 0:0 gegen Schweden. Doch gegen Belgien gelang schließlich auch der erste Sieg bei einer Europameisterschaft (2:0). Als Gruppenzweiter kam die Türkei weiter und traf auf Portugal. Gegen die Kicker von der iberischen Halbinsel war nach einem 0:2 dann leider Schluss.

2008 – Comeback-Könige

Das Endturnier fand dieses Mal in Österreich und der Schweiz statt. Im ersten Gruppenspiel gab es eine 0:2-Pleite gegen Portugal zu verdauen. Es folgten zwei Siege gegen die Schweiz (2:1) und Tschechien (3:2), ehe im Viertelfinale Kroatien im Elfmeterschießen bezwungen wurde. Im denkwürdigen Halbfinale gegen Deutschland musste man sich dann aber mit 2:3 geschlagen geben.

2016 – Die Problem-EM

Über viel kritisierte Prämien-Forderungen der Spieler, Grüppchenbildungen innerhalb der Mannschaft bis hin zu handfesten Skandalen stand die EM in Frankreich zu keiner Zeit unter einem guten Stern. Zu allem Überfluss hatte man in der Gruppe D extrem starke Gegner vor der Brust. Gegen Kroatien verlor man zum Auftakt 0:1. Es folgte eine 0:3-Pleite gegen Spanien. Im letzten Gruppenspiel gelang dann zwar durch Tore von Burak Yilmaz und Ozan Tufan ein 2:0-Sieg gegen Tschechien, aber aufgrund der schlechteren Tordifferenz reichte es nicht mehr für die nächste Runde.

Daten und Fakten

Trainer

Senol Günes

Größter Erfolg

3. Platz WM 2002

Rekordtorschütze

Hakan Sükür (51 Tore)

Rekordnationalspieler

Rüstü Recber (124 Länderspiele)

Wertvollster Spieler

Caglar Söyüncü (45 Mio. EUR, Leicester City)

Fifa-Weltrangliste

Platz 29

Jüngster Torschütze

Nuri Sahin (17, 2005 gegen Deutschland)