Türkischer Fußball

Senol Günes sucht gemeinsam mit den Klubs nach Lösungen

Im Interview mit dem Sender „A Spor“ sprach Senol Günes über die Entwicklung des türkischen Fußballs. Neben der Europameisterschaft standen auch Themen wie Jugendarbeit und die Finanzen der Vereine auf der Agenda.

“Antalya ist das Zentrum des Fußballs”

Die Winterpause der Süper Lig verbrachte Günes damit die Trainingslager der Teams zu besuchen. Den seit Jahren beliebten Austragungsort Antalya bezeichnete Günes als „das Zentrum des Fußballs“. Bei den Treffen wurden hauptsächlich die finanziellen Probleme der Klubs behandelt. Auf die Frage hin, wie die Situation der Vereine zu bewerten sei, meinte der Erfolgstrainer: „Ich leite die Klubs zwar nicht, bin aber trotzdem ein Mann des türkischen Fußballs. Wenn es den Klubs nicht gut geht, haben auch wir eine schwierigere Arbeit.“

Nachdem er allen Vereinen eine erfolgreiche Rückrunde wünschte, zeigte sich Senol Günes von seiner kritischen Seite. „Anstelle der destruktiven Art müssen wir die schönen Seiten des Sports zeigen. Die Fans sind zugleich auch Kunden, die wir zufriedenstellen müssen.“

“Das Geld steht zu sehr im Vordergrund”

Im Hinblick auf die Europameisterschaft im Sommer ist Günes positiv gestimmt. Die junge Nationalmannschaft sei stets bemüht 100 Prozent zu geben. Zum Thema Kaderplanung ließ er anmerken, dass neue Spieler weiterhin die Chance auf eine Nominierung hätten. „Sollte ein Spieler bessere Leistungen als ein aktueller Nationalspieler zeigen, würde natürlich er den Platz einnehmen.“

Während den Gesprächen mit den Klubs war auch die Jugendarbeit ein Thema. Für Senol Günes stellt hierbei das Geld ein großes Problem dar. Es stehe schlicht und einfach zu sehr im Vordergrund. „Früher haben wir mit begrenzten Mitteln Spieler hervorgebracht, auf die wir mehr Wert gelegt hatten“, so Günes. Heute würden es die Vereine bevorzugen bereits ausgebildete Fußballer zu holen.

“Eine große Chance für unser Land”

Die Europameisterschaft sei in vielerlei Hinsicht eine große Chance für die Türkei. Das Eröffnungsspiel gegen Italien sieht Günes als die ideale Möglichkeit um das Land zu repräsentieren. Für ihn sei es jedoch nicht wichtig, ob die Türkei die Gruppe als Erster oder Zweiter beende. Die gesammelten Erfahrungen vom Turnier will der Trainer auf die Weltmeisterschafts-Qualifikation übertragen.

Im März wird die Türkei auswärts Testspiele gegen Slowenien und Österreich bestreiten. Für diese Partien ist ein zehntägiges Trainingslager geplant.


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