Süper Lig

Podolski kritisch: “Die Türken haben genau in diesem Punkt Verbesserungsbedarf”


Fraport-TAV Antalyaspor-Profi Lukas Podolski sprach im Interview mit der Demirören Nachrichtenagentur „DHA“ über die Transferpolitik im türkischen Fußball und das hitzige Meisterschaftsrennen. Der ehemalige DFB-Kicker kritisierte offen die Zahlungsmoral in der Süper Lig: „Man holt Spieler mit großen Karrieren und tätigt die ersten Zahlungen, danach kommt aber nichts mehr. Nur der Transfer reicht nicht. Wenn man die Spieler zu solchen Beträgen holt, müssen sie auch bis zur letzten Woche ordentlich entlohnt werden. Der türkische Fußball hat genau in diesem Punkt großen Verbesserungsbedarf.“

Seit elf Partien ungeschlagen

Am Samstag empfangen die Rot-Weißen den aktuellen Tabellenführer Medipol Basaksehir. Ob er in dieser Partie auf dem Platz stehen wird, konnte Podolski noch nicht beantworten. Aufgrund einer Verletzung verpasste der 35-Jährige bereits das Aufeinandertreffen mit Gaziantep vergangene Woche. Seit nun elf Partien gelten die „Skorpione“ aus Antalya in der Liga als ungeschlagen. Mit dieser beachtlichen Leistung, unter anderem gegen Fenerbahce und Besiktas, befreite sich die Mannschaft von Tamer Tuna vom Abstiegskampf. Laut Podolski sei es nun wichtig, diesen positiven Trend zu erhalten: „Das Spiel gegen Basaksehir unterscheidet sich nicht von den anderen Partien. Wir sind seit elf Spieltagen ungeschlagen. Dies müssen wir auch gegen Basaksehir fortführen. Während meiner Karriere wollte ich immer auf dem Platz stehen, Willen zeigen, kämpfen und die drei Punkte holen. Jedes Spiel bestritt ich mit einer besonderen Motivation. Das gilt auch für das kommende Aufeinandertreffen“, schwörte sich “Poldi” ein.


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“Galatasaray wird bis zum Ende kämpfen”

Während des Interviews ging Podolski auch auf die kritischen Verluste seiner ehemaligen Mannschaft Galatasaray ein: „Ich denke, dass Galatasaray ein Team ist, das stets bis zum Ende kämpft. Dieses Jahr haben wir eine sehr interessante Liga. Nicht nur an der Tabellenspitze, sondern auch bei den Europapokalplätzen und im Abstiegskampf liegen die Mannschaften sehr dicht beieinander. Ich erwarte große Überraschungen in den kommenden Wochen. Der letzte Spieltag wird ganz besonders werden. Mein aktueller Klub wird auf meinen ehemaligen Verein treffen. Es wird ein sehr schwieriger und spannender Endspurt“, freute sich der 35-Jährige.

Kritik an der Zahlungsmoral

Was den Abgang von Max Kruse anbelangt, wollte sich Podolski nicht über die konkreten Vorkommnisse äußern. Er würde schlichtweg die Details und Hintergründe nicht kennen. Dennoch nutzte er die Gelegenheit und die Plattform, um auf ein besonderes Thema aufmerksam zu machen: „Es ist eines der größten Probleme des türkischen Fußballs. Man holt talentierte Spieler mit großen Karrieren und tätigt die ersten Zahlungen, danach kommt aber nichts mehr. Als ich in Japan spielte, verfolgte ich die türkische Liga mit. Wenn man auf die vergangenen Jahre blickt, waren stets die selben Probleme im Vordergrund. Ein Spieler, der sein Gehalt nicht bekommen hat, beziehungsweise es verspätet erhält, verlässt den Verein. Nur der Transfer reicht nicht. Wenn man die Spieler zu solchen Beträgen holt, müssen sie auch bis zur letzten Woche ordentlich entlohnt werden. Solche Meldungen in den internationalen Medien schädigen den Ruf der Türkei. Manchen Klubs droht eine Europapokalsperre. Alles nur wegen finanziellen Problemen“, fasste er kritisch zusammen.

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