Fenerbahce

Niederlande, Türkei oder Kanada? Ferdi Kadioglu hat mehrere Optionen


Das 20-jährige Fenerbahce-Talent Ferdi Kadioglu gab im Interview mit der Zeitschrift “TamSaha” interessante Einblicke in seinen Werdegang und sein Privatleben. Der als Sohn eines Türken und einer Kanadierin im niederländischen Arnhem geborene Kadioglu, entschied sich bereits früh für eine professionelle Fußballkarriere. Tatkräftige Unterstützung erhielt er hierbei von seinem Vater: „Im Alter von vier Jahren brachte mich mein Vater zur Amateurmannschaft AZ 2000. In den Niederlanden musste man um in dieser Kategorie spielen zu dürfen mindestens fünf Jahre alt sein. Bei der Anmeldung angekommen, log mein Vater und gab mein Alter höher an.“ Im darauffolgenden Jahr flog der Schwindel auf, wurde aber mit Humor aufgenommen. Wie so viele talentierte Fußballer vor ihm musste er als Teenager eine folgenschwere Entscheidung fällen. Als es zunehmend schwieriger wurde die Ausbildung und die Fußballkarriere unter einen Hut zu bringen, wandte sich der damals 17-Jährige voll und ganz dem Fußball zu.

Der Wechsel in die Türkei

Seit der Saison 2018/19 kickt Ferdi Kadioglu für die Gelb-Marineblauen aus Istanbul. Für ihn war der damalige Trainer Phillip Cocu ein wichtiger Faktor. „Mein Manager und ich hatten gehört, dass Fenerbahce mit einem niederländischen Trainer in Kontakt war. Das hätte mir natürlich bei der Kommunikation geholfen. Schlussendlich unterzeichnete ich einen Vierjahresvertrag. Für mich erfüllte sich damit ein großer Traum“, erzählte Kadioglu. Zunächst kam er aber lediglich in der U21-Mannschaft zum Einsatz und durfte nur einmal im türkischen Pokal auf dem Platz stehen. In der aktuellen Spielzeit hat sich das Blatt für den 20-Jährigen gewendet. Mit 15 Einsätzen in der Süper Lig und sieben Partien im türkischen Pokal konnte der offensive Mittelfeldspieler sein Können in der A-Mannschaft unter Beweis stellen.


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Beim Vergleich zwischen dem türkischen und dem holländischen Fußball verdeutlicht Kadioglu die Unterschiede in der Spielweise: „In Holland legt man mehr Wert auf die Technik. Die Spielweise ist etwas offener, wodurch man mehr Lücken findet. Hier in der Türkei stehen Zweikämpfe und Emotionen im Vordergrund”, beschreibt er. Für die verbleibenden acht Spieltage erwartet sich das Talent eine ungewohnte Atmosphäre. Während Kadioglu den Gewinn des türkischen Pokals anstrebt, gilt es für die Liga, das Beste aus der Ausgangslage zu machen. Die „Kanarienvögel“ treffen am 16. Juni im Halbfinal-Rückspiel zuhause auf Trabzonspor. Die Hausherren müssen hierbei eine 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen.

Die Frage der Nationalmannschaft

Seinen ersten Auftritt auf internationaler Ebene hatte Ferdi Kadioglu im Trikot der U16-Nationalmannschaft der Niederlande. In seiner weiteren Laufbahn folgten die höheren Altersklassen, bis hin zur U21-Mannschaft der „Oranje“. Die einzige Einladung seitens der Türkei erhielt er im Alter von 13 Jahren. „So weit ich mich erinnern kann, wollte mich die Türkei für ein Turnier in Deutschland. Danach war Funkstille.“ Aufgrund seiner Abstammung stehen dem Mittelfeldspieler mehrere Türen offen. Über eine gewisse Tendenz wollte sich der 20-Jährige nicht äußern: „Ich habe weiterhin die Chance mich zwischen der Niederlande, der Türkei oder Kanada zu entscheiden. Da ich bisher keine Anfrage erhalten habe, beschäftige ich mich nicht mit dieser Thematik.“ Auf die Frage hin, ob er sich bei der kommenden Europameisterschaft auf dem Platz neben Caglar Söyüncü, Cengiz Ünder und Co. sieht, antwortete Kadioglu: “Könnte sein.”


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