Galatasaray

Mustafa Cengiz: “Ohne Galatasaray gibt es auch kein Fenerbahce!”

Galatasaray-Präsident Mustafa Cengiz war zu Gast bei “beIN SPORTS” und beantwortete dabei die Fragen von Moderator Güntekin Onay. Von Projekten über die Finanzen bis hin zum Meisterschaftsrennen standen viele Punkte auf der Agenda. GazeteFutbol mit der Zusammenfassung der wichtigsten Themen.

Über den Rückkauf von Florya, das Riva Projekt und die geplanten Vereinsanlagen in Kemerburgaz

„Kemerburgaz, Riva und Florya gehören einfach zusammen und sind unzertrennlich. Der Wert von Florya hat sich im Vergleich zum Zeitpunkt des Kaufs um das Fünf- bis Sechsfache gesteigert“, meinte Mustafa Cengiz. Der Galatasaray-Präsident sprach außerdem die Gründe für den Platzbedarf an. „Wir haben acht Altersgruppen in unserer Akademie. Für die A-Mannschaft benötigen wir zwei Plätze. Für die in Summe notwendigen zehn Fußballfelder brauchen wir Kemerburgaz.“ Bezüglich der staatlichen Unterstützung fügte Cengiz hinzu: „Bei dem Rückkauf von Florya bedanke ich mich für das Verständnis unserer Regierung. Die Unterstützung durch den Staat hält sich innerhalb legaler Grenzen. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um eine Spende.“ Die entstandenen Kosten durch den Kauf von Florya wolle man durch das Riva-Projekt kompensieren.


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Über die finanzielle Situation Galatasarays und die FFP-Regelung

„Seit meinem Amtsantritt hatte die finanzielle Disziplin die höchste Priorität. Zu Beginn hatten wir große Probleme mit der UEFA.“ Ein Defizit von 147 Millionen Euro bereitete dem Vorstand zu diesem Zeitpunkt Kopfschmerzen. „Wir baten die UEFA uns vier Monate Zeit zu geben. Die Fans waren uns in dieser Zeit eine sehr große Hilfe“, ergänzte der Präsident dankbar. Die UEFA sah die Bemühungen und Pläne Galatasarays und unterzeichnete erstmals in der Geschichte einen erneuten Vierjahresvertrag mit einem solch verschuldeten Verein. „Diejenigen, die dachten, dass wir eine Strafe erhalten werden, waren schockiert. Die UEFA erhielt daraufhin tausende Beschwerdebriefe.“

Anfangs zufrieden mit der Einführung der FFP-Regelung durch den türkischen Fußballverband, zeigte sich Cengiz kritisch. „Am 15. Dezember 2019 mussten wir alle im Rahmen der FFP-Regelung Finanzberichte an den Verband senden. Daraufhin wurden am 31. Dezember die Ausgabenlimits aller Vereine festgelegt und verkündet. Ein Klub war jedoch nicht einverstanden und bat um die Erhöhung des Limits. Am Ende erhielt dieser Verein ein Zusatzbudget von 49 Millionen Türkischer Lira. Dadurch bleibt es nur bei einer Ermahnung anstelle von Punkteabzügen, Transfersperren oder Kaderlimitierungen. Ich frage hiermit den Verband: Wie ist so etwas möglich?“ Der Präsident der Gelb-Roten erwarte sich Transparenz seitens des Verbandes. Die Budgeterhöhung bewertete er als regelwidrig.

Über das Meisterschaftsrennen in der Süper Lig

„Wie unser Trainer letztes Jahr gesagt hat, kann Galatasaray sowohl acht Punkte als auch einen 18 Punkte aufholen.“ Es sei nicht leicht, bei einer solch großen Spielerfluktuation ein eingespieltes Team aufzubauen. „Inklusive Leihspieler haben wir insgesamt 33 Transfers durchgeführt. In den letzten Jahren haben uns bis zu 20 Spieler verlassen. Eines möchte ich dabei anmerken: Wir können nach all diesen Transfers eine positive Bilanz von 13 Millionen Euro vorweisen.“

Auf die Frage hin, wen Mustafa Cengiz als größten Gegner im Meisterschaftsrennen ansieht, sagte er: „Unser größter Gegner ist Galatasaray. Wenn wir unsere eigenen Probleme lösen, können wir einen positiven Effekt auf dem Platz erzielen.“ Auch der viel kritisierte Videoschiedsrichter wurde angesprochen: „Das VAR-System ist noch nicht ganz ausgereift. Ich bin der Meinung, dass die Entscheidungen bei manchen Teams bewusst voreingenommen getroffen werden. Ich möchte hier an das Schreiben von letzter Saison und an die involvierten Schiedsrichter erinnern.“

Über das anstehende Derby gegen Fenerbahce

Die Fragen über das Derby nutzte Cengiz, um die Rivalität zwischen den großen türkischen Vereinen zu loben. „Ohne Fenerbahce gibt es auch kein Galatasaray. Auch Besiktas und Trabzonspor gehören dazu. Bursaspor wurde ebenfalls bereits Meister. Ich hoffe, dass auch andere Städte Meister hervorbringen werden. Ich will niemanden beleidigen, aber der größte Konkurrenzkampf herrscht zwischen Galatasaray und Fenerbahce. Für mich ist das keine Feindschaft.“ Die kritischen Äußerungen über die Konkurrenz bewertete der Präsident wie folgt: „Niemand soll meine Aussagen als direkten Angriff aufnehmen. Ich wünsche mir lediglich, dass die aktuellen Themen aufgeklärt werden.“


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Hakan Salman

Hakan Salman

3 Kommentare

  1. Avatar
    5. Februar 2020 um 16:42 —

    wer glaubt, dass der staat uns hilft… neyse…

    der staat (erdo) saugt gala aus wie einen parasiten… ok, wir haben steuern hinterzogen… ich bin fair genug um es zuzugeben… doch für welchen preis? ein aysal wurde eingeschläust, sodass er seine show abziehen konnte… danach haben wir riva und florya abgegebeb… gekauft wurden die von einem unternehmen, die mit erdo eine verbindung haben… geld haben wir aber komischer weise nicht bekommen… warum nur??? schulden wurden nicht gesenkt… übertrieben teure spiele wurden auch nciht gekauft… was ist nur passiert? einige leute vom vorstand und einige liseli (dingil özbek dönemi) wurden bestimmt/wahrscheinlich mit ein paar millönchen geschmiert… und paar jahre später das gleiche mit florya… aber nicht mit cengiz… bestimmt hat immamoglu auch mitgeholfen… teure grundstücke für billig verkaufen und noch nicht mal das geld bekommen ^^ welcome in turkey…

    ich finde cengiz auch gut… er achtet stark auf die finanzen.. achtet mehr auf seine wortwahl… ist kein bauer wie özspeck… plant langfristig… arbeitet hart… kriecht erdo nicht so hinten rein wie seine vorgänger (oder koc aktuell)…

    leider werden wir ihn im mai verlieren.. -.- soweit ich weiß sind da die wahlen… so wie die liseli geiern, ist er sofort weg… danach läuft wieder der gleiche scheiß wie vorher… können wir cengiz nicht behalten und einen jungen trainer holen, der auf junge spieler setzt und erfolgreich ist??? Für mehrere jahre… hakan balta zum beispiel… der hat soweit ich weiß seine lizenz in deutschland und england geholt…

  2. Avatar
    5. Februar 2020 um 13:09 —

    Der Meisterschaftskampf ist spannend, zwischen den ersten und 6ten (Gala) trennen nur 5 Punkte, am wochenende könnten die ersten 6 nur 3 Punkte voneinander liegen wenn Sivas gg IBB nicht gewinnt.

    Als Favoriten sehe ich Trabzonspor – die sind paar Pünktchen vor und haben zudem ein Spiel weniger – gefolgt von IBB und FB, Gala sehe ich nur als Favorit Nr. 4, aber wie wir wissen aus den letzten Jahren ist Gala bereit alles zu geben um aufzuholen.
    Sivas sackt ja schon fast ein, denen gebe ich zwar ein Platz unter den ersten 4, aber Meister werden die nicht.
    Alanya gebe ich keine Chance…

    Sollten die Schiris nicht allzu sehr sich einmischen, wird Trabzon Meister

  3. Avatar
    5. Februar 2020 um 11:31 —

    Für mich ist Mustafa Cengiz der Beste Präsident der letzten 10 Jahre die wir hatten. Das kann ich nur oft genug betonen. Wenn er seine Arbeit in Ruhe erledigen darf, sieht man die Früchte die er erntet. Dieser Unruheherd sind meistens die “eigenen Leute”, oder besser gesagt die alten Säcke die GS jahrelang ausgesaugt haben.

    Zum Meisterschaftsrennen kann man nicht viel sagen, es ist noch ein langer Weg bis zum Ende und es gibt viele entscheidende Spiele bis dorthin. Wenn wir unsere Aufgaben erledigen, können wir es schaffen. Wir spielen gegen TS und BJK zu Hause, und gegen Basak und FB auswärts.
    Dann wenn die Nervosität am höchsten ist, ist GS immer am Besten. Das ist einfach die Erfahrung von Terim und seinen Spielern.

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