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Galatasaray-Ikone Gheorghe Hagi: “Ich bin nun bekannt als der Vater von Ianis”


Er ist bekannt für seine unglaublichen Tore. Unzählige Male schrien die Kommentatoren euphorisch seinen Namen. Die Rede ist von der Galatasaray-Legende Gheorghe Hagi. Der 55-jährige Rumäne stellte sich im Interview den Fragen von “beIN SPORTS”. Seine unvergesslichen Tage im gelb-roten Trikot, die Karriere seines Sohnes Ianis Hagi und noch weitere Themen wurden dabei angesprochen.

Der Anfang einer Ära

Als Gheorghe Hagi im Jahr 1996 den FC Barcelona in Richtung Türkei verließ, konnte niemand erahnen, was für eine erfolgreiche Zeit noch vor ihm stand. In den kommenden fünf Jahren wurde er vier Mal türkischer Meister, zwei Mal türkischer Pokalsieger und gewann zudem den UEFA-Pokal sowie den europäischen Supercup. Während seiner Entscheidungsfindung beim Transfer sprach ihn das Potential der Türkei besonders an. Für türkische Mannschaften damals wie heute schier überflüssig, enthielt der Vertrag des Rumänen eine spezielle Klausel. „Laut meinem Vertrag würde ich im Fall eines europäischen Pokalsieges eine Prämie erhalten, was auch so eintraf“, erzählte der hitzige Rumäne. Er sieht weiterhin das ungenutzte Potential der Türkei und glaubt an weitere Erfolge in Europa. „Die türkischen Mannschaften haben hohe Budgets und messen sich mit europäischen Top-Teams. Sollten sich die Bedingungen verbessern, könnte sicherlich ein weiterer Verein um den Titel in der Europa League beziehungsweise der Champions League spielen.“

Die Rolle einer Nummer zehn

„Das ist unmöglich“, beschrieb der französische Kommentator. Kurz zuvor hatte Gheorghe Hagi mit einem satten Linksschuss aus einer Entfernung von 35 Metern den 2:0-Führungstreffer für Galatasaray erzielt. Das Champions League-Spiel gegen den AS Monaco endete mit einem 3:2-Sieg für die „Löwen“. Auf diesen Treffer angesprochen, äußerte sich Hagi stolz: „Ja, es war ein fantastisches Tor. Wie einige andere meiner Treffer war es außergewöhnlich. Während meiner Karriere erzielte ich 70 Prozent meiner Tore von außerhalb des Strafraums.“ Den Hauptgrund für seine spektakulären Tore und der auffälligen Spielweise sieht die Vereinslegende in seiner Rückennummer. „Lasst uns offen über das Konzept, den Spielertyp und die Rolle einer Nummer zehn sprechen. Der Spieler mit der Nummer zehn überrascht selbst den eigenen Trainer mit seinen Aktionen. Er ist unberechenbar und besonders talentiert. Da er gleichzeitig viel Risiko auf sich nimmt, fällt er auf und macht die Fans besonders glücklich. Um solche Tore zu schießen, muss man mit maximalem Risiko spielen“, meint Hagi.

Die Entwicklung von Sohn Ianis

Der 1998 in Istanbul geborene Ianis Hagi ist auf dem besten Weg in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Der aktuell auf Leihbasis bei Glasgow Rangers spielende 21-Jährige hat bereits namhafte Interessenten. Fix ist, dass die Schotten die Kaufoption für den Mittelfeldspieler gezogen haben. Unter den Fittichen von Trainer Steven Gerrard erwartet sich Gheorghe Hagi die optimale Entwicklung seines Sohnes. Der „Karpaten-Maradona“ erinnert sich zurück: „Als Kind hatte er immer schon einen Ball bei sich. Da er in der Türkei auf die Welt kam, war er sehr oft bei den Trainingseinheiten von Galatasaray dabei. Fußballer zu werden war sein größter Wunsch.“ Die Doppelrolle als Elternteil und Trainer von Ianis sei für Gheorghe Hagi keine Herausforderung.


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Obwohl er bereits selbst auf der ganz großen Bühne stand, ist der 55-Jährige im Endeffekt ebenfalls nur ein Vater, der voller Aufregung die Spiele seines Sohnes mitverfolgt. „Wenn ich ihn im Fernseher sehe, werde ich sehr emotional. Besonders bei der U21-Europameisterschaft in Italien spielte er auf einem sehr hohen Niveau. Ein besonders lustiger Vorfall ereignete sich während eines Länderspiels gegen Spanien. Nachdem ein Kind für ein gemeinsames Foto zu mir kam, war er sehr glücklich darüber, ein Foto mit dem Vater von Ianis Hagi zu haben. Scheinbar bin ich nun bekannt als der Vater von Ianis“, erzählte er schmunzelnd. Die Karriereplanung überlässt Gheorghe Hagi komplett seinem Sohnemann. “Er ist ein sehr talentierter Fußballspieler. Wie seine Zukunftspläne aussehen, müssen sie ihn fragen. Es war beispielsweise seine Entscheidung damals zu KRC Genk zu wechseln. Ich kann ihm nur mit Rat und Tat zur Seite stehen, alles weitere obliegt seinen Wünschen. Hoffentlich werden sich die großen Vereine um ihn reißen.“

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