Galatasaray

Erfolgreicher Auftakt: Fatih Terim will noch mehr!

Zum Auftakt der Rückrunde konnte Galatasaray mit dem knappen 2:1-Sieg gegen Yukatel Denizlispor (zum Spielbericht) drei Punkte verbuchen. Fatih Terim zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, kritisierte aber dennoch das Abwehrverhalten. Wie schon so oft in dieser Saison, mussten die Gelb-Roten nach einer scheinbar sicheren Führung zittern. Denizlispor-Trainer Mehmet Özdileks Plan, die schwache Abschlussphase der „Löwen“ zu nutzen, ging nur teilweise auf.

Fatih Terim: „Jede Partie ist von nun an ein Finale“

Nachdem sein Team beinahe erneut eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben hatte, bewertete Fatih Terim das Spiel wie folgt. „Jeder von uns träumt von einer bestimmten Spielweise. Ich denke, dass wir unsere Vorstellungen zum Großteil erfüllen. Jedoch haben wir wieder aus dem Nichts ein Gegentor hinnehmen müssen.“ Dem Risiko bewusst, den Sieg aufs Spiel gesetzt zu haben, merkte Terim an, dass sein Team dennoch weiterhin die Kontrolle über das Spiel hatte. „Wir gaben beinahe 20 Schüsse ab. Ich bin außerdem der Meinung, dass wir im Hinblick auf die Passquote und das Spiel in der gegnerischen Hälfte gut sind.“ Ergänzend zu dieser Bewertung fügte er hinzu: „Geht da noch mehr? Ja. Will ich noch mehr? Ja.“

Auf die Frage hin, wie die Chancen auf eine erneut erfolgreiche Aufholjagd von Galatasaray stehen, sagte Terim: „Wir haben einen Punkt erreicht, an dem jede Partie von nun an ein Finale ist. Jeder Punkteverlust kann ein sehr herber Rückschlag sein“, so der Meistertrainer. In dieser Saison seien mehr ambitionierte Teams im Titelrennen. Laut Terim müsse man neben Sivasspor auch alle anderen Vereine aus Anatolien respektieren. „Uns erwartet eine spannende Rückrunde. Wie immer wird Galatasaray alles tun, um am Ende an der Spitze zu stehen. Dafür müssen wir natürlich noch sehr an uns arbeiten.“

Mehmet Özdilek: „Wir haben das Potential gegen jedes Team zu treffen“

Enttäuscht über die Niederlage, fasste Denizlispor-Coach Mehmet Özdilek zusammen: „Wir hatten in den letzten 30 Minuten Chancen für den Ausgleich, konnten sie aber nicht nutzen.“ Er habe sein Team im Training besonders auf das Flügelspiel des Gegners eingestellt. „Trotz unserer Vorbereitungen konnten wir den ersten Gegentreffer nicht verhindern“, so Özdilek. Vor Beginn der zweiten Halbzeit habe er seine Spieler aufgefordert: „Das Spiel soll 1:0 weitergehen. Wir haben das Potential gegen jedes Team zu treffen.“ Selbst nach dem zweiten Treffer von Galatasaray wollte Mehmet Özdilek die Partie nicht aufgeben. „Galatasaray hat 13 ihrer 15 Gegentore in der letzten halben Stunde kassiert. Wir wussten, dass wir in der Schlussphase Akzente setzen könnten.“ Nach dem Anschlusstreffer von Muhammet Özkal wurden die Gäste immer gefährlicher. „Wir hatten die Chancen für den Ausgleich, waren beim Abschluss aber zu schwach“, meinte der 53-Jährige. Obwohl sein Team den erstrebten Punkt nicht mitnehmen konnte, war Özdilek trotzdem sehr zufrieden mit seinen Spielern.

Spielerstimmen

Marcelo Saracchi, Abwehr Galatasaray: „Für mich war es das wichtigste auf dem Platz zu stehen. Glücklicherweise gab mir mein Trainer diese Chance. Es war mein erstes Spiel vor den eigenen Fans. Wichtiger als meine persönliche Leistung war die Team-Performance. Ich kam schon seit einer Weile nicht mehr zum Einsatz. Es ist nicht leicht 90 Minuten zu spielen. Ich muss von Spiel zu Spiel denken. Ich glaube, dass ich mit der Zeit immer besser sein werde.“

Emre Akbaba, Mittelfeld Galatasaray: „Wir bemühen uns in jedem Spiel drei Punkte zu holen. Ich bin froh, dass ich einen Beitrag dazu leisten konnte. Durch die Spielpraxis werde ich meine Leistung in den nächsten Wochen steigern. Je öfter man mit jemandem spielt, desto eingespielter ist man. Man findet sich leichter auf dem Platz. Mal habe ich Falcao gefunden und einige Male hat er mich angespielt. In den nächsten Wochen sollten wir uns noch besser einspielen.“

Oscar Estupinan, Angriff Denizlispor: „Unser erstes Ziel sollte der Klassenerhalt sein. Das ist uns allen bewusst. Wir sind sehr gut in die Liga gestartet, konnten aber danach zu Hause nicht überzeugen. Wir sind ein neues Team mit neuem Trainer. Wir verstehen es langsam besser, was sich unser Trainer wünscht. Die Spieler lernen sich auch schon besser kennen. Die Rückrunde wird sehr spannend. Wir spüren, dass wir nun ein besseres Team sind und mehr möglich sein wird. Wir wollen unser Ziel erreichen, aber in erster Linie Schritt für Schritt den Platz in der Liga erhalten.“


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