Fenerbahce

Baris Alici: “Die schlechte Phase von Fenerbahce hat mich beeinflusst”

Der von Fenerbahce an den belgischen Zweitligisten KVC Westerlo verliehene Baris Alici, sprach im Interview mit der türkischen Tageszeitung „Sözcü“ über seine anfängliche Zeit bei den Gelb-Marineblauen und seine Erfahrungen in Belgien. Zu Beginn der Saison 2018/19 wechselte Alici vom, als Talentschmiede der Türkei bekannten, Izmir-Verein Altinordu zu Fenerbahce. Nach einigen Einsätzen sowohl auf europäischer als auch heimischer Ebene, wurde der damals 21-Jährige in der zweiten Saisonhälfte an BtcTurk Yeni Malatyaspor verliehen. Dort kam er hauptsächlich im Pokalbewerb zu längeren Einsätzen. In der darauffolgenden Spielzeit stand für den Mittelfeldspieler eine weitere Leihe an. Bei Caykur Rizespor konnte er in der Süper Lig jedoch in sieben Partien lediglich 138 Einsatz-Minuten auf seinem Konto verbuchen, weswegen die Leihgabe frühzeitig beendet wurde.

Der Wechsel zu KVC Westerlo

Um endlich genügend Spielpraxis sammeln zu können, wurde der junge Hoffnungsträger der „Kanarienvögel“ schlussendlich nach Belgien geschickt. Mit KVC Westerlo, wo der 19-Jährige Fenerbahce-Keeper Berke Özer ebenfalls angestellt ist, wollte Alici einen Neuanfang. Nachdem er in der Türkei nicht ausreichend zum Zug kam, scheint der Rechtsfuß aktuell zufrieden zu sein: „Es ist eine etwas andere Erfahrung. Westerlo hat ein mit Altinordu vergleichbares System. Ich habe einen 1,5 Jahresvertrag. Mein Ziel ist es, noch stärker zu Fenerbahce zurückzukehren“, erzählte Alici. Bevor der Spielbetrieb aufgrund des Coronavirus ausgesetzt wurde, stand er bei vier von fünf Partien kurzzeitig auf dem Platz.

Die schwierigste Zeit bei Fenerbahce

Auf die Frage hin, warum er sich bei Fenerbahce nicht durchsetzen konnte, erwiderte Alici Folgendes: „Ich hatte mich im Trainingslager gut vorbereitet. Es war aber für uns alle eine schlechte Saison. Die Spieler, ganz besonders die jungen, wurden meiner Meinung nach durch diese kritische Phase stark beeinflusst.“ Die Hinrunde der Spielzeit 2018/19 beendete der Klub aus Kadiköy mit 16 Punkten auf dem vorletzten Platz. Dieser schlechte Verlauf hatte mehrere Wechsel auf dem Trainerposten zur Folge. Alleine in den ersten 17 Spieltagen standen der Reihe nach Philip Cocu, Erwin Koeman und Ersun Yanal als Chef-Trainer an der Seitenlinie. Für die Teamchemie eine wahre Zerreißprobe: „Als ich zur Mannschaft kam, gab es ein fixes Gerüst. Ich gewöhnte mich an dieses Team. Gegen Ende der Transferperiode kam es zu ernsthaften Veränderungen. Dies führte zu Problemen in der Mannschaftschemie.“

Das Thema Jugendförderung

Während junge Talente in Europa sich oft bereits im Alter von 18 Jahren als Stammkräfte etablieren, ist das Thema Jugendarbeit in der Türkei weiterhin ein Problem. Obwohl es vereinzelt Mannschaften gibt, die bewusst die Jugend fördern und damit finanziell und sportlich betrachtet erfolgreich sind, hat das Thema bei vielen weiterhin eine nur sehr geringe Priorität. Laut Alici ist der Erfolgsdruck durch die ungeduldigen Anhänger hierbei der größte Faktor: „Man muss der Jugend vertrauen und eine Chance geben. Die Teams fühlen sich aber aufgrund des Erfolgsdrucks gezwungen, ergebnisorientiert vorzugehen. In den letzten Jahren haben viele unserer Spieler den Schritt nach Europa gewagt und erhielten große Chancen. Cengiz (Ünder) und Caglar (Söyüncü) vertreten äußerst erfolgreich unser Land. Ich, Berke und Erce (Kardesler) spielen bei wichtigen Teams. Es müssen mehr Projekte wie in Altinordu ins Leben gerufen werden“, beschrieb der 22-Jährige.

Werde GF-Patron und bestimme mit …

Warum Patron werden? Hier erfahrt Ihr es!

Nur einen Klick entfernt: Folgt GazeteFutbol auch auf Instagram!

Nur einen Klick entfernt: Folgt GazeteFutbol auch auf Twitter!

Vorheriger Beitrag

Zeki Celik: "In der Türkei gibt es einen Faible für ausländische Spieler!"

Nächster Beitrag

Nach Kreuzbandriss: Merih Demiral steigt bei Juventus Turin wieder ins Training ein

Hakan Salman

Hakan Salman

Keine Kommentare

Schreibe ein Kommentar