Süper Lig

Alanyaspor: Erol Bulut spricht Klartext zu den Wechselgerüchten um seine Person


Derzeit steht Erol Bulut hoch im Kurs. Seine Mannschaft Aytemiz Alanyaspor belegt nach 26 Spieltagen Rang sechs in der Süper Lig und hat zudem noch gute Chancen auf den Finaleinzug im Pokalbewerb. In den vergangenen Wochen wurde der 45-Jährige neben Fenerbahce sogar mit Dynamo Kiew in Verbindung gebracht. Nun hat sich Bulut zu den Gerüchten um seine sportliche Zukunft geäußert. Neben den Zielen für die kommenden Spieltage stand auch die umstrittene Ausländerregelung auf der Agenda.

Kein negativer Einfluss

„Es gibt Angebote aus dem In- und Ausland. Ich werde sie erst am Ende der Saison ernsthaft bewerten“, äußerte sich Bulut zunächst über die Wechselthematik. Bei dem ausländischen Interessenten handelt es sich dabei um Dynamo Kiew. Laut den ukrainischen Medien sieht der Sportdirektor Vladimir Bessonov den Deutsch-Türken, der als Spieler ein Jahr bei Metallurg Donetsk aktiv war, als Kandidat Nummer eins an. Der erfolgreiche Trainer fühlt sich durch die verlockenden Angebote in seiner Arbeit nicht negativ beeinflusst: „Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die verbleibenden acht Liga- und zwei Pokalspiele. Ja, es gibt Nachrichten über Transfers in der Presse und den sozialen Netzwerken. Ich kann aber behaupten, dass mich diese nicht beeinflussen, da ich ein Ziel habe.“ Bisher soll er laut eigenen Angaben nur mit seinem aktuellen Verein Gespräche geführt haben. “Was die anderen Angebote betrifft, gibt es derzeit um ehrlich zu sein nichts konkretes. Sobald sich etwas entwickeln sollte, werde ich mich bestmöglich entscheiden”, so Bulut.

“Wir denken an die kommende Saison”

Nach dem Ende der Saison 2019/20 steht Aytemiz Alanyaspor ein großer Umbruch bevor. Die Verträge von insgesamt zehn Spielern laufen aus. Während Junior Fernandes und Fabrice N’Sakala laut Bulut bereits von Konkurrenten umworben werden, ist die Zukunft des begehrten Cheftrainers bei Aytemiz Alanyaspor ebenfalls noch offen. Trotzdem legt der 45-Jährige höchsten Wert auf Professionalität: „Das soll nicht bedeuten, dass für uns alles erledigt wäre. Wir denken dabei an die kommende Saison. Schließlich sind wir bis zum letzten Spiel dem Verein gegenüber verpflichtet. Ich bin der Überzeugung, dass die Spieler in den anstehenden acht bis zehn Partien weiterhin vollen Einsatz zeigen werden. Am Ende der Saison wird dann jeder für sich die richtige Entscheidung treffen.“

“Es hat sich nichts verändert”

Über die erneut aufflammende Diskussion bezüglich der Ausländerregelung hat Erol Bulut eine klare Meinung. Anstatt sich mit der Begrenzung ausländischer Fußballer zu beschäftigen, müsse man Wert auf den Nachwuchs legen und neue Konzepte erarbeiten. Dabei zieht er ein durchaus hartes Fazit: „Ich bin 1995 in die Türkei gekommen. Seitdem hat sich hier absolut nichts verändert. Mal sind es sechs, mal vier. Ehrlich gesagt bin ich gegen jegliche Einschränkung. Vielleicht werden sich jetzt viele ärgern und behaupten, dass dadurch keine Jugendspieler nachkommen würden, aber die kommen so oder so nicht nach.“ Für Bulut müsste sich die Nachwuchsarbeit von Grund auf ändern. Die Millionen, die im Fall einer Ausländerregelung in Spieler gesteckt werden, die zwangsweise auf der Tribüne Platz nehmen müssen, sollten demnach in die Akademien investiert werden.


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